Wogen bei Bissendorfer CDU glätten sich

18.05.2014

Noch ist nichts entschieden. Erst im Juni ist mit einem Votum des CDU-Kreisvorstandes zu rechnen, doch schon jetzt stehen alle Zeichen auf Entspannung. Die Rede ist vom Parteiausschlussverfahren des CDU-Ortverbandes Bissendorf gegen die Mitglieder Bernhard Henkelmann und Uwe Bullerdiek.

Rückblick: der ehemalige Sprecher der CDU-Fraktion im Gemeinderat, Bernhard Henkelmann, und sein Parteifreund Uwe Bullerdiek hatten im September 2011 die CDU-Fraktion aus Protest verlassen und mit dem parteilosen Jürgen Wiesehahn die CNI (Christlich, nachhaltig, innovativ) gegründet. Der Grund: Statt Henkelmann war Volker Buch nach innerparteilichen Querelen zum Fraktionsvorsitzenden gewählt worden. Bernhard Henkelmann sah sich als Opfer und machte aus seiner Verbitterung keinen Hehl, Uwe Bullerdiek verließ aus Loyalität zu seinem Bissendorfer Kollegen die Fraktion. Der CDU-Vorstand hatte daraufhin eine Prüfung der Mitgliedschaft von Henkelmann und Bullerdiek an den Kreisvorstand beantragt.

Der „Fall Henkelmann“ hat sich für die CDU inzwischen erledigt. Bernhard Henkelmann trat aus der CDU aus, informierte Christian Calderone, Kreisvorsitzender der CDU. Nach vielen eingehenden Gesprächen und in bestem Einvernehmen habe Henkelmann diese Entscheidung getroffen, so Calderone. „Ich weiß, dass Bernhard Henkelmann weiterhin ein guter Christdemokrat bleibt“, so Calderone. „Der Ball liegt jetzt in der Hälfte des Kreisvorstandes, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, meint Volker Buch. Offensichtlich ist Christian Calderone bemüht, diesen Ball flach zu halten.

Der „Fall Bullerdiek“ wurde bereits einmal vertagt und liegt jetzt dem Parteigericht der CDU vor. Ein unabhängiges, 53-köpfiges Gremium wird über den Antrag beraten und die Entscheidung Anfang Juni dem Gemeindeverband mitteilen. „Ein Parteiausschluss wäre das letzte Mittel, damit tun wir uns sehr schwer“, versichert Christian Calderone. Der Kreisvorsitzende äußert sich auch ohne Beschluss, dass dieses „letzte Mittel“ auch gar nicht nötig werden wird. Es hätten vertrauensvolle Gespräche mit Uwe Bullerdiek und der CNI stattgefunden. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass es einvernehmlich weitergeht, dass Uwe Bullerdiek in den Schoß seiner Partei zurückkehrt und dort ebenso freudig wieder aufgenommen wird.

Hintergrund: Er wurde bei der jüngsten Mitgliederversammlung zum Beisitzer gewählt.

NOZ vom 17.05.2014