Der Bürgersaal muss kommen…

23.04.2014

Rathaus
… so nimmt die Fraktion die Meinung vieler Bürger und Bürgerinnen wahr.
Natürlich muss man die Kosten im Blick haben, aber, wenn diese Zeilen erscheinen, stehen 87 % der Kosten fest.
Der Submissionstermin liegt dann hinter uns und bei den restlichen 13 % handelt es sich um Malerarbeiten, Bodenbeläge und so genannte Restarbeiten; also alles in allem ein überschaubarer und gut zu definierender Kostenbereich.
Das Rathaus mit Bürgersaal wird also kein Eurograb wie das Gebäude der Universität Lüneburg in Leuphana und schon gar nicht vergleichen sollte man es mit sonstigen immer wieder genannten Großbaustellen in Berlin, Hamburg oder Stuttgart. Es wird eine Punktlandung, genau wie der neue Kindergarten in Bissendorf, wo der Kostenrahmen auch eingehalten wurde.
Und wenn es ein bisschen mehr wird, sollten wir auch bauen, denn die momentane Zinssituation ist investitionsfreundlich (billiger wird´s nicht mehr).
Nur zur Verdeutlichung, vor einigen Jahren zahlte man für den gleichen Darlehensbetrag das drei- bis vierfache an Zinsen. Wenn bei einer so großen Zukunftsinvestition die Tilgung etwas länger ist, scheint das angemessen, denn die nachfolgende Generation profitiert ebenfalls  von der Baumaßnahme.
Den Sieger des Architektenwettbewerbes zu amputieren und den Bürgersaal nicht zu bauen, ist keine gute Entscheidung, denn damit amputiert man auch die geplante und gewünschte Ortskernentwicklung und -belebung des Ortsteiles Bissendorf.
Neben der Nutzung durch die Gemeinde (Sitzungen, (Klausur-)Tagungen, Empfänge und Ehrungen, Bürgerinformationsveranstaltungen u. v. m.), bietet sich auch eine Nutzung durch die örtlichen Vereine und Institutionen (KuBiss, Heimat- und Verkehrsverein, Gemeindefeuerwehr u. a.) für Veranstaltungen, Versammlungen, Ausstellungen usw., zumal das Solarlux-Forum  als Veranstaltungsort wegfällt.
Die Erfahrung mit der Sporthalle in Schledehausen (auch hier wurde vor 10 Jahren der Bau unter schwierigen finanziellen Aspekten in Angriff genommen) zeigt, dass das Vorhandensein auch Nutzungen nach sich zieht, sonst hätten z. B. in Schledehausen keine Deutschen Meisterschaften und auch kein Länderspiel im Volleyball stattgefunden und der Goldene Schläger im Tischtennis nicht die Dimension, die er jetzt hat.
Bei einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 12 Millionen Euro im Rahmen der Ortskernentwicklung – siehe Grafik – sind Mehrkosten von knapp 3 % vertretbar.
Schon 2007 sangen die Höhner: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ und Deutschland wurde Weltmeister im Handball.
Endgültig entschieden wird in der Ratssitzung im Mai; sprechen Sie Ihr Gemeinderatsmitglied an und teilen Ihre Meinung mit oder besuchen Sie uns unter www.cdu-bissendorf.de.