Bissendorfer Ausschuss stellt Weichen für Rathausbau

30.11.2013

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Bissendorf. Der Planungsausschuss möchte, dass das Zentrum im Ortsteil Bissendorf umgekrempelt wird. Jedenfalls machten die Mitglieder mit ihrer Zustimmung zur Änderung von drei Bebauungsplänen den Weg dafür frei. „Wenn alles gut läuft, könnte im nächsten Jahr auf einer dieser Flächen mit einem Rathausbau begonnen werden“, hoffte Bauamtsleiter Ingo Nagel. Anliegern hingegen äußerten Bedenken.

Um in den Genuss der Fördermittel des Programms „Aktive Orts- und Stadtteilzentren“ zu gelangen, sind planerische Richtlinien einzuhalten. Diese Prozedur ist jetzt in weiten Teilen abgeschlossen. Dazu gehörten drei Änderungen des Bebauungsplanes „Ortskern“, die vom Planungsausschuss einstimmig gebilligt wurden. Zweimal genehmigte der Ausschuss damit eine veränderte Bebauung privater Grundstücke. Wichtigster Punkt war die Änderung der künftigen Rathausfläche. Bis September stand hier der katholische St. Dionysius Kindergarten.

Im Rahmen der Öffentlichkeits- und Behördernbeteiligung hatte es vielfach Anregungen und Hinweise gegeben, allerdings waren sie für den Ausschuss nicht ausschlaggebend, um das Verfahren zu stoppen. Städteplaner Norbert Reimann, Planungsbüro Hahm, stellte die Anmerkungen vor.

Zum Beispiel hatte die Freiwillige Feuerwehr Bissendorf die Einhaltung von Brandschutzbestimmungen angemahnt. Für den sicheren Schutz der Menschen in einem neuen Rathaus sei eine befahrbare Verbindungsstraße zwischen Sonnensee und Wissinger Straße nötig. Die Feuerwehr wünscht sich im Brandfall zwei Zugangswege. Vorschläge kamen während der Ausschusssitzung gleich auf den Tisch. Da die Planung ohnehin einen Bachlauf vom Sonnensee zum gegenüberliegenden Baugebiet Rosenmühlenbach vorsieht, könnte dieser Bach vertieft und erweitert werden und somit auch als Löschwasserentnahmestelle in unmittelbarer Nähe des neuen Rathauses dienen, so Reimann. Ein größerer Teich müsste eingezäunt werden und das würde dem angestrebten offenen Charakter der Fläche widersprechen, führte Helmut Feldmann (CDU) an. Detailarbeit wird also noch folgen.

4000 Fahrzeuge

Eine weitere Eingabe zur Änderung des Bebauungsplanes beschäftigte sich mit der Verkehrssicherheit. Ein neues Rathaus, ein belebtes Zentrum und später eine Wohnanlage wird zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen an der Wissinger Straße führen, befürchten rund 60 Bürger. Norbert Reimann führte eine Verkehrszählung an, nach der gut 4000 Fahrzeuge täglich die Straße befahren. Für eine Landesstraße eine zumutbare Belastung, wie der Landkreis Osnabrück ausführte. Auch eine bedeutende Zunahme des Verkehrsaufkommens wird nach einer Ortskerngestaltung nicht gesehen. Die von den Bürgern geforderte Querungshilfe ist zwar nicht vom Tisch, aber für die Bauplanung nicht von Bedeutung. Uwe Bullerdiek (CNI) forderte dennoch einen genauen Blick auf den Bürgereinwand. „Es geht den Bürgern nicht nur um die Querungshilfe. Zwischen den Zeilen ist die Sorge um die allgemeine Verkehrsverdichtung im Ortskern zu lesen, sagte der Ratsherr. Dieser Sorge will sich der Rat unabhängig von der Planung stellen.