Zweite Hasebrücke für Bersenbrück

Mit einer neuen Straße möchte Bersenbrück seinen Ortsteil Hastrup besser mit der Stadt verbinden. Der Bauausschuss der Stadt beschäftigt sich am 26. April mit diesem Plan.

Der innerstädtische Verkehr zwischen Bersenbrück und Hastrup verläuft fast ausschließlich über die Hasebrücke der Bundesstraße 214. Eine neue Brücke soll diese Strecke entlasten.Foto: Horst Schwitalla

Der innerstädtische Verkehr zwischen Bersenbrück und Hastrup verläuft fast ausschließlich über die Hasebrücke der Bundesstraße 214. Eine neue Brücke soll diese Strecke entlasten.Foto: Horst Schwitalla

Hastrup liegt von Bersenbrück ziemlich isoliert. Zwischen der eingemeindeten Bauerschaft und dem Stadtgebiet verläuft der Fluss Hase. Sämtlicher motorisierter Verkehr fließt über die Hasebrücke der Bundesstraße 214. Fußgänger und Radfahrer können den Fluss über das Stauwehr beim Gymnasium überqueren.

Eine zusätzliche Querverbindung zwischen Bramscher Straße im Stadtinnern und Neuenkirchener Straße in Hastrup könnte die Hauptverbindung über die B214 entlasten und außerdem wie eine Bersenbrücker Südumgehung funktionieren. Deshalb hat Rolf Gelinsky (CDU) in der jüngsten Stadtratssitzung angeregt, die Stadtverwaltung möge Pläne ausarbeiten für eine solche Straße, die südlich des Berufsschulzentrums verlaufen würde. Die Südstadt, die bald um ein neues Baugebiet erweitert werden soll, hätte außerdem eine eigene Verbindung zum Autobahnzubringer.

Allerdings wird diese Straße teuer, denn sie braucht eine eigene Brücke über die Hase. Deshalb wird die Stadt das Projekt wohl kaum aus eigener Kraft stemmen können, sie muss mit den Landesbehörden und anderen über einen Zuschuss verhandeln.

Die Pläne für die Straße sollen in einer Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen und Umwelt des Stadtrates am Donnerstag, 26. April, vorgestellt werden. Diese Sitzung ist verlegt worden, im Internetauftritt der Stadt war am Mittwoch immer noch der 25. April als Datum angegeben.

Außerdem beginnt die Sitzung nicht um 17 Uhr, sondern um 16.30 Uhr. Zum Auftakt soll das Projekt ILEK-Gehölzmanagement vorgestellt werden, mit dem sich die Gemeinden um eine gemeinsame kostensparende Pflege von Bäumen und Büschen an Wegesrändern und Straßen bemühen.

Außerdem geht es in dieser Sitzung um ein neues Wohnbaugebiet auf einer kleinen Wiese hinter dem ehemaligen Elektrogeschäft Brüwer an der Priggenhagener Straße und den Ausbau der Straße „Dorf Priggenhagen“ nicht weit davon. Und es geht um ein Bersenbrücker Dauerthema. In einigen älteren Stadtgebieten müssen die Mischkanäle alter Bauweise noch ersetzt werden durch getrennte Kanalsysteme für Regenwasser und für Abwasser. Das soll nun in Zusammenarbeit mit dem Wasserverband Bersenbrück für das Wohngebiet Mittelflach in Angriff genommen werden.

Artikel der NOZ. Autor: Martin Schmitz 20. April 2012 08:15 Uhr

Zwei neue Windparks in Gehrde?

Standorte in Rüsfort und Drehle
Gehrde. Für neue Windparks kommen in Gehrde zwei Standorte infrage: einer nahe den künstlichen Haseauen in Rüsfort und die Erweiterung des Windparks Drehle. Bewohner und Gemeindepolitiker reagieren mit Zurückhaltung.

Im Zuge der Energiewende möchte der Landkreis Osnabrück im Laufe der nächsten zwei Jahre neue Flächen für Windräder ausweisen. Ein „Scopingtermin“ am 26. April in Osnabrück soll darüber aufklären, wie das Planungsverfahren für die Änderung des regionalen Raumordnungsprogramms verlaufen soll. Die Gemeinden haben gerade begonnen, sich mit einer Liste von möglichen Standorten auseinanderzusetzen.

Neue Windräder: Mit der Energiewende ist auch im Osnabrücker Land die Debatte neu entfacht. Foto: Jan Woitas dpa

Neue Windräder: Mit der Energiewende ist auch im Osnabrücker Land die Debatte neu entfacht. Foto: Jan Woitas dpa

In Gehrde wäre das eine Fläche am Bokhorstweg, der nördlich der künstlichen Flussaue verläuft, die gerade an der Hase in Rüsfort ausgehoben wird. Dies berichtete Bürgermeiser Günther Voskamp (Die Grünen) in einer Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Infrastruktur und Wirtschaft am Mittwochabend. Die Auwiesen mitgerechnet, wäre diese Fläche 50 Hektar groß, ohne immerhin 20 Hektar. Ferner würde eine Erweiterung des Windparks in Drehle um etwa 30 Hektar erwogen.

Den komplizierten Abstandsregeln für Windräder nach würde der Platz für etwa drei Windräder pro Fläche reichen. Andere Faktoren, die eine Rolle spielen: Voskamp betrachtet die Nähe zum Naturschutzgebiet an der Hase als problematisch und verweist darauf, dass der Gemeinderat eine Erweiterung des Drehler Windparks schon einmal abgelehnt hat.

Axel Meyer zu Drehle (CDU) wusste von einem Haus, auf das täglich der Schlagschatten von rotierenden Flügeln fällt. Eine „wahnsinnige Belastung für die Anwohner“, stimmte ihm Ingrid Thesing (SPD) zu. Auch die Heul- und Pfeiftöne in stürmischen Nächten seien schlimm, fügte später Dieter Funsch als Zuhörer der Sitzung aus eigener Erfahrung hinzu.

Angesichts all dieser Bedenken solle man wohl besser abwarten, bis die Geothermie technisch ausgereift sei, schlug ein weiterer Besucher vor. Vorerst sei Erdwärme aber wohl nicht dazu geeignet, dem Landkreis Osnabrück die angestrebte unabhängige Energieversorgung zu sichern, so Voskamp.

Bis zum Jahresende dürfte die Phase der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, wie etwa der Gemeinden, abgeschlossen sein, rechnet er. Danach ist die Öffentlichkeit an der Reihe, dann dürfen auch die Anlieger ihre Argumente einbringen.

Die Gemeinde muss ihre Stellungnahme im Mai vorlegen. Man werde die Zeit nutzen, um noch weitere Informationen zu sammeln, erklärte der Ausschussvorsitzende Michael Lange von der Bürgerliste Gehrde.

Artikel der NOZ. Autor: Martin Schmitz 19. April 2012 19:15 Uhr

Direkt beim Landkreis eingereicht – Edeka stellt Bauantrag für Lebensmittelmarkt in Bersenbrück

NOZ 14.04.2012

Bersenbrück. In der Sitzung des Bersenbrücker Stadtrates am 20. März konnte der Erste Samtgemeinderat Johannes Koop die Anfrage, ob ein Bauantrag der Edeka-Regionalgruppe Minden-Hannover für einen Lebensmittelmarkt an der oberen Lindenstraße vorliege, nicht bestätigen. Seit Donnerstag dieser Woche liegt dieser aber im Bersenbrücker Rathaus vor.

Auf diesem Gelände soll der neue Edeka-Markt entstehen.Die Altbauten werden abgerissen. Foto: Reinhard Rehkamp/Archiv

Auf diesem Gelände soll der neue Edeka-Markt entstehen.Die Altbauten werden abgerissen. Foto: Reinhard Rehkamp/Archiv


Zum Zeitpunkt der Ratssitzung war der Antrag jedoch bereits beim Landkreis Osnabrück gestellt, denn entgegen der sonst üblichen Praxis waren die Unterlagen nicht bei der Standortgemeinde, die für die Bauleitplanung vor Ort zuständig ist, eingereicht worden, sondern direkt an den Landkreis gegangen. Eine Ausfertigung schickte der Landkreis nunmehr der Stadt Bersenbrück mit der Bitte um Stellungnahme zu.

Nach Ansicht der Grünen, die sich für das Innenstadtprojekt schon länger stark machen, „ist die gewünschte Belebung der Bersenbrücker Innenstadt somit auf gutem Wege, zumal das bisherige Verbot des überdimensionierten Fachmarktzentrums auf dem ehemaligen LNK-Gelände noch Bestandskraft hat“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die Grünen rechnen damit, dass die Klagen der Stadt Bersenbrück gegen die Verfügung des zuständigen Ministeriums kaum Aussicht auf Erfolg haben. „Wie wir meinen, eine höchst erfreuliche Entwicklung für unseren Ort, seine Innenstadt und alle Bürger“, so die Grünen.
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