Zwei neue Windparks in Gehrde?

Standorte in Rüsfort und Drehle
Gehrde. Für neue Windparks kommen in Gehrde zwei Standorte infrage: einer nahe den künstlichen Haseauen in Rüsfort und die Erweiterung des Windparks Drehle. Bewohner und Gemeindepolitiker reagieren mit Zurückhaltung.

Im Zuge der Energiewende möchte der Landkreis Osnabrück im Laufe der nächsten zwei Jahre neue Flächen für Windräder ausweisen. Ein „Scopingtermin“ am 26. April in Osnabrück soll darüber aufklären, wie das Planungsverfahren für die Änderung des regionalen Raumordnungsprogramms verlaufen soll. Die Gemeinden haben gerade begonnen, sich mit einer Liste von möglichen Standorten auseinanderzusetzen.

Neue Windräder: Mit der Energiewende ist auch im Osnabrücker Land die Debatte neu entfacht. Foto: Jan Woitas dpa

Neue Windräder: Mit der Energiewende ist auch im Osnabrücker Land die Debatte neu entfacht. Foto: Jan Woitas dpa

In Gehrde wäre das eine Fläche am Bokhorstweg, der nördlich der künstlichen Flussaue verläuft, die gerade an der Hase in Rüsfort ausgehoben wird. Dies berichtete Bürgermeiser Günther Voskamp (Die Grünen) in einer Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Infrastruktur und Wirtschaft am Mittwochabend. Die Auwiesen mitgerechnet, wäre diese Fläche 50 Hektar groß, ohne immerhin 20 Hektar. Ferner würde eine Erweiterung des Windparks in Drehle um etwa 30 Hektar erwogen.

Den komplizierten Abstandsregeln für Windräder nach würde der Platz für etwa drei Windräder pro Fläche reichen. Andere Faktoren, die eine Rolle spielen: Voskamp betrachtet die Nähe zum Naturschutzgebiet an der Hase als problematisch und verweist darauf, dass der Gemeinderat eine Erweiterung des Drehler Windparks schon einmal abgelehnt hat.

Axel Meyer zu Drehle (CDU) wusste von einem Haus, auf das täglich der Schlagschatten von rotierenden Flügeln fällt. Eine „wahnsinnige Belastung für die Anwohner“, stimmte ihm Ingrid Thesing (SPD) zu. Auch die Heul- und Pfeiftöne in stürmischen Nächten seien schlimm, fügte später Dieter Funsch als Zuhörer der Sitzung aus eigener Erfahrung hinzu.

Angesichts all dieser Bedenken solle man wohl besser abwarten, bis die Geothermie technisch ausgereift sei, schlug ein weiterer Besucher vor. Vorerst sei Erdwärme aber wohl nicht dazu geeignet, dem Landkreis Osnabrück die angestrebte unabhängige Energieversorgung zu sichern, so Voskamp.

Bis zum Jahresende dürfte die Phase der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, wie etwa der Gemeinden, abgeschlossen sein, rechnet er. Danach ist die Öffentlichkeit an der Reihe, dann dürfen auch die Anlieger ihre Argumente einbringen.

Die Gemeinde muss ihre Stellungnahme im Mai vorlegen. Man werde die Zeit nutzen, um noch weitere Informationen zu sammeln, erklärte der Ausschussvorsitzende Michael Lange von der Bürgerliste Gehrde.

Artikel der NOZ. Autor: Martin Schmitz 19. April 2012 19:15 Uhr

Direkt beim Landkreis eingereicht – Edeka stellt Bauantrag für Lebensmittelmarkt in Bersenbrück

NOZ 14.04.2012

Bersenbrück. In der Sitzung des Bersenbrücker Stadtrates am 20. März konnte der Erste Samtgemeinderat Johannes Koop die Anfrage, ob ein Bauantrag der Edeka-Regionalgruppe Minden-Hannover für einen Lebensmittelmarkt an der oberen Lindenstraße vorliege, nicht bestätigen. Seit Donnerstag dieser Woche liegt dieser aber im Bersenbrücker Rathaus vor.

Auf diesem Gelände soll der neue Edeka-Markt entstehen.Die Altbauten werden abgerissen. Foto: Reinhard Rehkamp/Archiv

Auf diesem Gelände soll der neue Edeka-Markt entstehen.Die Altbauten werden abgerissen. Foto: Reinhard Rehkamp/Archiv


Zum Zeitpunkt der Ratssitzung war der Antrag jedoch bereits beim Landkreis Osnabrück gestellt, denn entgegen der sonst üblichen Praxis waren die Unterlagen nicht bei der Standortgemeinde, die für die Bauleitplanung vor Ort zuständig ist, eingereicht worden, sondern direkt an den Landkreis gegangen. Eine Ausfertigung schickte der Landkreis nunmehr der Stadt Bersenbrück mit der Bitte um Stellungnahme zu.

Nach Ansicht der Grünen, die sich für das Innenstadtprojekt schon länger stark machen, „ist die gewünschte Belebung der Bersenbrücker Innenstadt somit auf gutem Wege, zumal das bisherige Verbot des überdimensionierten Fachmarktzentrums auf dem ehemaligen LNK-Gelände noch Bestandskraft hat“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die Grünen rechnen damit, dass die Klagen der Stadt Bersenbrück gegen die Verfügung des zuständigen Ministeriums kaum Aussicht auf Erfolg haben. „Wie wir meinen, eine höchst erfreuliche Entwicklung für unseren Ort, seine Innenstadt und alle Bürger“, so die Grünen.
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„Unsere Niederlage kritisch analysieren“ – Bersenbrück: CDU gratuliert Baier zum Wahlsieg

NOZ 15.03.2012

Bersenbrück. Die CDU-Fraktion im Rat der Samtgemeinde Bersenbrück gratuliert Dr. Horst Baier zum Sieg in der Bürgermeisterwahl in der Samtgemeinde. Sie brauche Zeit, um zu analysieren, wie es zur Niederlage ihres Kandidaten Johannes Koop gekommen sei, heißt es in einer Pressemitteilung. Zugleich wolle man aber im Samtgemeinderat konstruktiv mitarbeite

Johannes Koop und mit ihm die CDU hätten die Wahl verloren. Das sei ein klares Faktum, das es jetzt kritisch und ehrlich zu analysieren gelte. Natürlich löse die Niederlage auch emotionale Empfindungen aus, die verarbeitet werden müssten. Neben der Enttäuschung über die – wenn auch knapp – verlorene Wahl habe die Analyse der Wahl und des Wahlkampfes Priorität. Immerhin habe Koop 3885 Stimmen erhalten, mit 49,43 Prozent also knapp die Hälfte aller Wählerstimmen. Innerhalb der CDU sei zu klären, was hätte besser laufen müssen, wo eine effizientere Absprache nötig gewesen wäre.

„Wir wollen und werden aus diesen Erkenntnissen lernen“, heißt es in der Mitteilung. Nach der Analyse dieser Niederlage könne man gestärkt in die Zukunft starten. Das sei „ganz klar die politische und tatsächliche Arbeit für die Bürger in der Samtgemeinde Bersenbrück“. Die CDU habe hoch Engagierte, die sich für Sachthemen begeistern und die Entwicklung in allen Mitgliedsgemeinden und in der Samtgemeinde mit den Bürgern vorantreiben möchte.

„Wir, die CDU-Fraktion, wollen gemeinsam mit den weiteren Fraktionen und mit dem neuen Samtgemeindebürgermeister die wichtigen Sachthemen in den Gemeinden und in der Samtgemeinde konstruktiv gestalten, praktikable Lösungen entwickeln und verantworten“, schließt die Erklärung.