Direkt beim Landkreis eingereicht – Edeka stellt Bauantrag für Lebensmittelmarkt in Bersenbrück

NOZ 14.04.2012

Bersenbrück. In der Sitzung des Bersenbrücker Stadtrates am 20. März konnte der Erste Samtgemeinderat Johannes Koop die Anfrage, ob ein Bauantrag der Edeka-Regionalgruppe Minden-Hannover für einen Lebensmittelmarkt an der oberen Lindenstraße vorliege, nicht bestätigen. Seit Donnerstag dieser Woche liegt dieser aber im Bersenbrücker Rathaus vor.

Auf diesem Gelände soll der neue Edeka-Markt entstehen.Die Altbauten werden abgerissen. Foto: Reinhard Rehkamp/Archiv

Auf diesem Gelände soll der neue Edeka-Markt entstehen.Die Altbauten werden abgerissen. Foto: Reinhard Rehkamp/Archiv


Zum Zeitpunkt der Ratssitzung war der Antrag jedoch bereits beim Landkreis Osnabrück gestellt, denn entgegen der sonst üblichen Praxis waren die Unterlagen nicht bei der Standortgemeinde, die für die Bauleitplanung vor Ort zuständig ist, eingereicht worden, sondern direkt an den Landkreis gegangen. Eine Ausfertigung schickte der Landkreis nunmehr der Stadt Bersenbrück mit der Bitte um Stellungnahme zu.

Nach Ansicht der Grünen, die sich für das Innenstadtprojekt schon länger stark machen, „ist die gewünschte Belebung der Bersenbrücker Innenstadt somit auf gutem Wege, zumal das bisherige Verbot des überdimensionierten Fachmarktzentrums auf dem ehemaligen LNK-Gelände noch Bestandskraft hat“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die Grünen rechnen damit, dass die Klagen der Stadt Bersenbrück gegen die Verfügung des zuständigen Ministeriums kaum Aussicht auf Erfolg haben. „Wie wir meinen, eine höchst erfreuliche Entwicklung für unseren Ort, seine Innenstadt und alle Bürger“, so die Grünen.
Lesen Sie auch …

„Unsere Niederlage kritisch analysieren“ – Bersenbrück: CDU gratuliert Baier zum Wahlsieg

NOZ 15.03.2012

Bersenbrück. Die CDU-Fraktion im Rat der Samtgemeinde Bersenbrück gratuliert Dr. Horst Baier zum Sieg in der Bürgermeisterwahl in der Samtgemeinde. Sie brauche Zeit, um zu analysieren, wie es zur Niederlage ihres Kandidaten Johannes Koop gekommen sei, heißt es in einer Pressemitteilung. Zugleich wolle man aber im Samtgemeinderat konstruktiv mitarbeite

Johannes Koop und mit ihm die CDU hätten die Wahl verloren. Das sei ein klares Faktum, das es jetzt kritisch und ehrlich zu analysieren gelte. Natürlich löse die Niederlage auch emotionale Empfindungen aus, die verarbeitet werden müssten. Neben der Enttäuschung über die – wenn auch knapp – verlorene Wahl habe die Analyse der Wahl und des Wahlkampfes Priorität. Immerhin habe Koop 3885 Stimmen erhalten, mit 49,43 Prozent also knapp die Hälfte aller Wählerstimmen. Innerhalb der CDU sei zu klären, was hätte besser laufen müssen, wo eine effizientere Absprache nötig gewesen wäre.

„Wir wollen und werden aus diesen Erkenntnissen lernen“, heißt es in der Mitteilung. Nach der Analyse dieser Niederlage könne man gestärkt in die Zukunft starten. Das sei „ganz klar die politische und tatsächliche Arbeit für die Bürger in der Samtgemeinde Bersenbrück“. Die CDU habe hoch Engagierte, die sich für Sachthemen begeistern und die Entwicklung in allen Mitgliedsgemeinden und in der Samtgemeinde mit den Bürgern vorantreiben möchte.

„Wir, die CDU-Fraktion, wollen gemeinsam mit den weiteren Fraktionen und mit dem neuen Samtgemeindebürgermeister die wichtigen Sachthemen in den Gemeinden und in der Samtgemeinde konstruktiv gestalten, praktikable Lösungen entwickeln und verantworten“, schließt die Erklärung.