Information des CDU Stadtverbandes Bersenbrück-Gehrde

Dieser Leserbrief wurde im Lokalteil des Bersenbrücker Kreisblattes am 21.09.2013 veröffentlicht. Der CDU Stadtverband Bersenbrück – Gehrde distanziert sich ausdrücklich gegen die Vorwürfe, welche von Herrn Höhne beschrieben worden sind (Tod von Mittelschulte). Der NOZ als Verlag werfen wir vor, ohne Rücksprache mit dem Betroffenen solche Briefe zu veröffentlichen. Unten finden Sie den Text, welcher als Witz auf dem Früh-schoppen durch Christian Klütsch als Ehrenkommandeur des Schützenvereins anlässlich des Frühschoppens in Bersenbrück vorgetragen wurde.
Leserbrief Höhne 2013-09-21

Leserbrief vom 21.09.2013. Hans Joachim Höhne, Lebensgefährte von Elisabeth Mittelschulte (Grüne).

Die Frühschoppenrede
Es haben sich ein paar Leute in Gefahr begeben. Hubert Siemer, Josef Weissmann und Elisabeth Mittelschulte sitzen bei Elisabeth in der Küche und überlegen, was sie jetzt noch für ein „Süppchen“ zusammen kochen können. Kaufland ist verhindert = TOLL. Nun muss sich neu ausgerichtet werden. Josef sagt: „Ich bin jetzt mal dagegen, dass wir dafür sind!“ Elisabeth sagt: „Ich bin ehr der Meinung, wir sollten gegen das Dafürsein stimmen.“ Hubert meint: „Ich schließe mich euch an. Lasst uns eine Kompanie gründen. Aber wie?“ Da hatte der Leserbrieflebensgefährte Joachim Höhne, den Mann, den keiner kennt, eine tolle Idee. „Lasst uns unsere Meinung per Flugblatt aus einem Hubschrauber über Bersenbrück abwerfen.“ Gesagt, getan. Drei Tage später geht’s vom Flugplatz in Damme aus los. Zwischendurch wird noch der Horst Baier eingeladen, damit er sein Samtgemeinde Königreich mal von oben sehen kann. Über Bersenbrück angekommen sagt Hubert: „Ich habe eine tolle Idee. Ich nehme einen 100€ Schein und schmeiße den jetzt raus. Dann freut sich ein Bersenbrücker.“ Darauf Josef: „Tolle Sache. Ich habe 10 x 10€ Scheine. Wenn ich die rausschmeiße, dann freuen sich 10 Bersenbrücker.“ Darauf Elisabeth: „Ich habe 100€ in 1€ Stücken. Wenn ich die aus dem Fenster schmei-ße, freuen sich 100 Bersenbrücker.“ Darauf Dr. Baier: „Wenn ihr drei jetzt nicht aushört, immer so’n Scheiß zu machen, dann mach ich die Luke auf uns schmeiß euch alle raus. Dann freut sich ganz Bersenbrück.“

CDU Stadtverband erkundet Mischfutterwerk Kreiling

KreilingGruppe

Bersenbrück/Gehrde: Kreiling –experts in feeds steht auf dem Eingang des Geländes der Bersenbrücker Firma im Ortsteil Hastrup. Der Siloturm ist schon von Weitem zu erkennen. Mehr als 50 Mitglieder des CDU Stadtverbandes Bersenbrück – Gehrde waren gekommen, um sich vor Ort ein Bild vom Leistungsspektrum der Firma zu machen.
Klaus Kreiling erläuterte die umfassende Produktpalette der Firma von Milchaustauscher, Ferkelspezial- & Müsliprodukten bis hin zur Getreideveredelung. Für Schweine, Pferde, Kälber, Kameliden sowie weiteren diversen Spezialprodukte – Kreiling bietet für jedes Tier die optimale Ernährung. Einer der bekanntesten Marken dürfte die Marke marstall Pferdefutter sein. In zahlreiche Staaten exportiert Kreiling seine Waren und wickelt für seine Auftraggeber auf Wunsch sämtliche Exportpapiere ab. Das Unternehmen besteht seit 1958 und wurde bis heute stetig erweitert. Mittlerweile beschäftigt Kreiling 43 Mitarbeiter. Aufgrund von Produktionsprozessen wird dort im 2-3 Schichtbetrieb gearbeitet. Die CDU Mitglieder zeigten sich beeindruckt von der Leistungsvielfalt des Unternehmens.

Themenabend: Ärztemangel auf dem Land

Bericht aus der Lokalpresse vom Bersenbrücker Kreisblatt.

jaha Gehrde. Wird es ihn in Zukunft noch geben, den Hausarzt um die Ecke? Zum Thema Ärzteversorgung in Deutschland referierten Dr. Gisbert Voigt, Vizepräsident der Ärztekammer Niedersachsen, und Klaus Pohl, Regionalleiter der Barmer GEK, auf einem Informationsabend in der Gaststätte Bungenstock.

Rund 350000 berufstätige Ärzte gibt es derzeit in Deutschland – so viele wie noch nie. Doch der Schein trügt: Die Zahl der Medizinstudierenden geht zurück, obwohl es den Prognosen zufolge schon 2017 einen Ersatzbedarf von knapp 77000 Ärzten bundesweit geben wird. Diese Fakten präsentierte Voigt, der selber als Kinder- und Jugendarzt in Melle tätig ist. Für die ländlichen Regionen bedeutet das einen erheblichen Mangel besonders in der hausärztlichen Versorgung.

Wie kommt es dazu? Verschiedene Entwicklungen seien Ursache für diese Situation, so Voigt. Der medizinische Behandlungsbedarf steige zum einen mit dem medizinischen Fortschritt und ermögliche damit ein größeres Behandlungsspektrum. Zudem erfordere die immer älter werdende Bevölkerung eine intensivere Betreuung. Gleichzeitig jedoch haben sich die Bedürfnisse der nachwachsenden Ärztegeneration geändert: Ein Trend zur Arbeitszeitverkürzung fiele ebenso ins Gewicht wie die „Work-Life-Balance, so der Facharzt. Bei einer Tendenz von überwiegend weiblichen Medizinabsolventen und der neu eingeführten Vaterzeit beeinflussten Familien- und Freizeitplanung die Wahl des Wohn- und Arbeitsortes. Die Neigung zur Niederlassung sinke dadurch, die Tendenz gehe zu einem bevorzugten Angestelltenstatus in Städten.

Besonders betroffen sind die Hausärzte auf dem Land, bereits 1600 fehlen. Aufgrund ihres hohen Durchschnittsalters und absehbaren Renteneinstiegs soll sich die Situation in den kommenden zehn Jahren drastisch verschlechtern. Ebenfalls „Ursache für diesen konkreten und regional deutlich werdenden Ärztemangel ist nicht nur die Dauerreformen des Gesundheitssystems mit einer Überregulierung und Bürokratisierung des Ärzteberufs, sondern auch die Entwertung der ärztlichen Tätigkeit durch die Politik und Krankenkassen“. Als Beispiel: Laut Planungsvorgabe fehlten in Bramsche bereits vier Hausärzte bei einer Rechnung von 1670 Einwohnern pro Arzt. In Gehrde gibt es gar keinen.

Die ärztliche Versorgung dennoch sicherzustellen ist deshalb Aufgabe eines Gremiums, bestehend aus Fachleuten der Krankenkassen, Kassenärztlicher Vereinigung und Landesbehörde. Deren Herangehensweise erläuterte Klaus Pohl. „Wir haben außerdem eine Reihe von Modellprojekten am Start, die Alternativen bieten können“, so der Regionalleiter der Krankenkasse Barmer. So sei die Beschäftigung eines Heimarztes speziell für Pflegeheime oder die ärztliche Grundversorgung durch medizinische Fachangestellte realisierbar.

 Als Referenten begrüßte (von links) Axel Meyer zu Drehle zum Thema Ärztemangel auf dem Lande in Gehrde Dr. Gisbert Vogt und Klaus Pohl (Barmer GEK). Foto_ Janina Hammig


Als Referenten begrüßte (von links) Axel Meyer zu Drehle zum Thema Ärztemangel auf dem Lande in Gehrde Dr. Gisbert Vogt und Klaus Pohl (Barmer GEK). Foto_ Janina Hammig

Eher theoretischer Natur blieben die von Voigt umrissenen Lösungsansätze für langfristige Reformen von Ausbildung und Erhalt von Arbeitsplätzen. Stipendien für Studenten mit Verpflichtung für eine spätere Hausarztniederlassung, neue medizinische Fakultäten zur Schaffung von Studienplätzen oder eine Umsatzgarantie für Landärzte seien Ansatzpunkte.

Die Zuhörer nahmen nach Ende der Präsentation eine angeregte Debatte über die Verantwortlichkeiten und Reaktionen der Politik, Krankenkassen, Ärztekammer und Bevölkerung auf. Als Fazit für die Bevölkerung auf dem Land sei es wichtig, dass die Kommunen und Bürgermeister beispielsweise mit einer guten Infrastruktur Standortvorteile schafften und ein kollegiales Netzwerk aufgebaut werde. Auch die Zusammenarbeit mit Ambulanzen und Krankenhäusern sei von Wichtigkeit für eine gute medizinische Versorgung.

Es gehe darum, das Thema verstärkt ins politische Bewusstsein zu rücken, denn „wenn’s drauf ankommt, ist es der Hausarzt“, der über den Behandlungsvorgang entscheide, so eine anwesende Allgemeinärztin. Dennoch, so warnte Voigt,, solle man sich „nicht der Illusion hingeben und in Zukunft auf jedem Dorf einen Hausarzt voraussetzen“.