130.000€ Einmalzahlung für Fahrstuhl am Bahnhof. ABE soll für Betrieb zuständig sein.

28. Februar 2017

Die CDU Bersenbrück möchte mit Hilfe der Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn den Streit um den Fahrstuhl am Bahnhof in Bersenbrück beenden. Als die Deutsche Bahn vor einigen Jahren Gleisanlagen und Bahnsteig am Bahnhof in Bersenbrück erneuert hat, wurde eine Treppenanlage zur Überquerung der Gleise errichtet. Für einen Fahrstuhl wurden zwar die technischen Voraussetzungen geschaffen, ein Fahrstuhl wurde von der Bahn allerdings nicht errichtet, da nach bahninternen Kriterien noch keine ausreichenden Fahrgastzahlen erreicht werden. Weiterhin hat die Bahn immer auf die ebenerdige Querung über den Bahnübergang „Bokeler Straße“ in 150 m Entfernung verwiesen.

Gerade für Gehbehinderte und gesundheitlich eingeschränkte Personen ist es aber schwierig von der einen Bahnseite auf die andere zu gelangen. Die Stadt Bersenbrück hat daher auf Antrag der CDU für diesen Personenkreis einen kostenlosen Shuttle-Service mit Hilfe eines ortsansässigen Taxiunternehmens eingerichtet. Die jährlichen Kosten hierfür betragen ca. 600,00 EUR.

Nach Ansicht von SPD und Grüne im Bersenbrücker Stadtrat ist dieser Shuttle-Service aber nicht ausreichend. Sie fordern nach wie vor die Errichtung einer Fahrstuhlanlage. Die Investitionskosten hierfür liegen bei 515.000,00 EUR. An jährlichen Betriebskosten für den Fahrstuhl wird mit 25.000,00 EUR gerechnet. Falls die Bahn zur Errichtung dieses Fahrstuhls nicht bereit ist, soll der Fahrstuhl auf Kosten der Stadt Bersenbrück errichtet und betrieben werden.

Die CDU Bersenbrück schlägt jetzt vor, die Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn mit der Errichtung und dem Betrieb des Fahrstuhls zu beauftragen. Bei der Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn handelt es sich um eine Gesellschaft in der Samtgemeinde Bersenbrück in kommunaler Trägerschaft. Die ABE betreibt bereits jetzt mehrere Buslinien im Rahmen des ÖPNV. Von den Bussen wird auch mehrmals täglich der Bahnhof Bersenbrück angefahren. Weiterhin soll durch die Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn die Bahnlinie zwischen Ankum und Bersenbrück wiederbelebt werden. Einer der Geschäftsführer, der gleichzeitig Wirtschaftsförderer der Samtgemeinde Bersenbrück ist, ist für den Bahnverkehr zuständig. Dieser kann bei Bedarf jederzeit auf einen Bahnbetriebsleiter zurückgreifen. Dieser Bahnbetriebsleiter ist notwendig sobald Arbeiten an Einrichtungen der Bahn vorgenommen werden. Nach Ansicht der CDU Fraktion ist die Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn daher geradezu prädestiniert dafür, die Fahrstuhlanlage an der Treppenanlage am Bahnhof zu errichten. Diese Treppenanlage steht im Eigentum der Deutschen Bahn, Arbeiten an der Anlage können nur mit Zustimmung der Bahn ausgeführt werden. Dabei sind die hohen Sicherheitsstandards der Bahn zu erfüllen.

Die ABE soll daher mögliche Fördermittel und Zuschüsse beantragen, um die Er-richtung und den Betrieb der Fahrstuhlanlage zu finanzieren. Für die Errichtung des Fahrstuhls können von der Landesnahverkehrsgesellschaft 385.000,00 EUR als Zuschuss erwartet werden, so dass hier noch eine Finanzierungslücke von ca. 130.000,00 EUR verbleibt. Diese Finanzierungslücke soll durch die Stadt Bersenbrück mit einem einmaligen Zuschuss geschlossen werden.

Die CDU Fraktion hat für die nächste Stadtratssitzung einen entsprechenden Antrag eingebracht. Über diesen Antrag muss in der Märzsitzung des Stadtrates entschieden werden.