Borgmann Kunststofftechnik: Energiekosten belasten – bessere Breitbandversorgung nötig

7. Juni 2014

Besuch Borgmann 3

Wussten Sie schon, dass der erste Kunststoff bereits im Jahr 1870 entwickelt wurde auf der Suche nach einem Ersatzmaterial für die Herstellung von Billardkugeln, die bis dahin aus Elfenbein gefertigt wurden? Mitglieder des CDU Stadtverbandes Bersenbrück – Gehrde schauten bei einem Besuch der Firma hinter die Kulissen.

Der Siegeszug des Kunststoffes begann ca. 1930. In allen Bereichen des täglichen Lebens ist dieses Material heute zu finden und nicht mehr wegzudenken. Die Firma Borgmann Kunststofftechnik besteht seit 1992 und ist seit dem Jahr 2000 in Bersenbrück ansässig. 114 Mitarbeiter arbeiten dort im Drei-Schicht Betrieb. Acht Auszubildende in fünf Berufsfeldern bilde der Betrieb aus, erläutert der kaufmännische Leiter Bernd Niemann. 35-40% der Waren werden exportiert, wobei der Wareneinkauf ebenfalls weltweit stattfindet. Seit 2010 hat das Unternehmen seinen Umsatz verdoppelt, auf jetzt 19,8 Mio. €. 70% seines Produktionsvolumens entfallen auf den Automobilsektor. Neben komplexen Komponenten für Servogetriebe werden unter anderem auch sicherheitsrelevante Stecker für Airbags gefertigt. Jedes dieser Bauteile erhält im Zuge des Qualitätsmanagements eine eigene Seriennummer, um die Zurückverfolgbarkeit zu gewährleisten. Über 3500 Tonnen Kunststoffgranulat hat Borgmann letztes Jahr mit 39 Maschinen verarbeitet. Die Spritzgussmaschinen haben Zuhaltekräfte von 25 bis 1000 Tonnen.

Als sehr belastend für seinen Betrieb sieht Siegfried Borgmann die Entwicklung der Energiepreise. Auf der einen Seite werden große Betriebe von der EEG Umlage befreit. Dieses führt zu einer Wettbewerbsverzerrung. Auf der anderen Seite müsse man gegenüber ausländischen Mitbewerber konkurrenzfähig bleiben. Mit einem Stromverbrauch von mehr als vier Millionen Kilowattstunden ist dieses ein großer Kostenfaktor.

Ebenfalls müsse die Breitbandversorgung verbessert werden. Die Datenmengen sind heutzutage sehr groß. Es schicke keiner mehr eine CD per Post, erklärt Niemann. Der Betrieb verfügt lediglich über eine DSL 6000 Leitung.