Unternehmerisches Risiko ausgeblendet – Hase Energie kann zum finanziellen Fiasko werden

25. November 2013

Bersenbrück – Billigen Strom wird es in der Samtgemeinde Bersenbrück bis zum 30 November 2026 nicht geben. Darauf weist Meyer zu Drehle vom CDU Stadtverband Bersenbrück-Gehrde hin. Lediglich die Gaskonzessionen laufen in den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde zwischen Dez. 2014 und Jan. 2016 aus. In Kettenkamp sogar erst 2025. Dieses gelte nicht für die Stromkonzessionen, welche bis zum 30.11.2026 laufen.
In einen Gutachten von Göken Pollak & Partner wird nur für das Gasnetz eine Rendite von mageren 0,3% mit einer Laufzeit von 28 Jahren schön gerechnet.
Zudem stagniert der Absatz von Gas. Durch die verbesserte Dämmung von Neubauten und Modernisierung von Häusern sinkt der Gasverbrauch. Zusätzlich werden in Bersenbrück und Ankum bereits Biogasanlagen betrieben, welche Strom und Gas erzeugen. Die RWE betreibt einen Standort mit Kombimonteuren in Bersenbrück. Der Wegfall von Arbeitsplätzen ist zu befürchten.
Befremdlich sind Äußerungen des Samtgemeindebürgermeisters Baier, welcher erklärt erst mal eine „kleine GmbH“ zu Gründen und wenn das Konzept nicht laufen würde, stampfe man diese wieder ein. In der Vorlage soll die Hase Energie GmbH mit einer Einlage von 200.000€ ausgestattet werden. Der Sitz der Gesellschaft soll Gehrde sein.
Es sei zwar gut neue Einnahmequellen zu erschließen, allerdings habe man die unternehmerischen Risiken ausgeblendet so Meyer zu Drehle. Die Samtgemeinde dürfte sich gerade angesichts der vielen anstehenden Baustellen nicht in die Pleite manövrieren.