CDU Fraktion Bersenbrück zum Thema Aufzug am Bahnhof

24. September 2013

CDU Fraktion Bersenbrück zum Thema Aufzug am Bahnhof

Der Bau einer Aufzuganlage am Bahnhof in Bersenbrück ist eine unendliche Ge-schichte, die die CDU beenden möchte. Als die Bahn vor einigen Jahren die Gleisanlage in Bersenbrück ausgebaut hat, wurde der Bahnsteig für die Abfahrt in Richtung Osnabrück auf die „Brinkseite“ gelegt und die Ankunft aus Richtung Osnabrück mit Weiterfahrt nach Oldenburg auf die „Stadtseite“. Damit muss jeder der morgens nach Osnabrück fährt und abends zurückkommt von der „Brinkseite“ auf die „Stadtseite“ wechseln.

Hiefür hat die Bahn eine Treppenanlage errichtet, um das Überqueren zu ermögli-chen. Die technischen Voreinrichtungen für einen Aufzug wurden von der Bahn zwar mit eingebaut, aber nicht der Aufzug selber. Das Überqueren der Treppe ist für Gehbehinderte, Senioren – womöglich noch mit Koffern – und für Eltern mit Kin-derwagen kaum möglich. Radfahrer hingegen können problemlos über den Bahnübergang Lindenstraße zur anderen Seite wechseln.

Obwohl die Fahrgastzahlen am Bahnhof in Bersenbrück bei täglich deutlich über 1.000 Fahrgästen liegen, hat die Bahn sich bisher immer geweigert auf eigene Kos-ten eine Aufzuganlage einzubauen. Sie schreckt  wohl vor den immensen Kosten von über 500.000,00 EUR – immerhin der Gegenwert für zwei Einfamilienhäuser – zurück. Auch nach Abzug von Fördermitteln der Landesnahverkehrsgesellschaft verbleiben noch Investitionskosten von 130.000,00 EUR und jährliche Unterhaltskosten, auch wegen befürchteter Vandalismusschäden, von ca. 25.000,00 EUR.

Die Bahn ist leider auch nicht bereit, kostengünstigere Lösungen, wie z. B. den Ein-bau eines Treppenliftes, zu akzeptieren. Nur ein Aufzug mit sehr hohem tech-nischen Standard und entsprechenden Kosten wird von der Bahn an ihrer Treppenanlage akzeptiert.

Im Stadtrat der Stadt Bersenbrück besteht Einigkeit darüber, dass man den Einbau der Aufzuganlage selbst in die Hand nehmen will, obwohl dieses eine Aufgabe der Bahn ist. Der Bahnhof in Bersenbrück ist der zentrale Bahnhof der Samtgemeinde Bersenbrück, nur die Gemeinde Rieste hat noch einen eigenen Bahnhof für die Strecke Bremen – Osnabrück. Die Bahn wird nicht nur von Bersenbrücker Bürgern genutzt, sondern auch von den Bürgern der umliegenden Gemeinden.
So gibt es für jeden Zughalt auch eine Busverbindung zwischen Ankum und Bersenbrück. Bei Nutzung nur durch Bersenbrücker Bürger wäre auch die hohe Nutzungsfrequenz von über 1.000 Fahrgästen täglich nicht möglich.

Die CDU Bersenbrück hat daher beantragt, dass ein Drittel der nicht geförderten Baukosten und der laufenden Unterhaltskosten von der Stadt Bersenbrück getragen werden, wenn die übrigen Kosten mit zwei Drittel von der Samtgemeinde übernommen werden. Hierzu muss man wissen, dass die Stadt Bersenbrück mit ca. 35 % zum Haushalt der Samtgemeinde beiträgt und dieses damit eine weitere Belastung der Bersenbrücker Steuerzahler über die Samtgemeinde mit 20 % bedeutet. Insgesamt würden damit ca. 50 % der Investitions- und Unterhaltskosten einer Aufzugsanlage am Bahnhof von Bersenbrücker Steuerzahlern getragen. Die CDU hält diesen Anteil für vertretbar, da durch die Lage des Bahnhofs in Bersenbrück ein Infrastrukturvorteil gegeben ist. Die verbleibenden 50 % der Kosten müssen dann aber von den anderen Bürgern der Samtgemeinde getragen werden, da auch diese erhebliche Vorteile durch die Bahnnutzung haben.

Bei der Samtgemeinde Bersenbrück wird daher von der Stadt ein Antrag gestellt auf Übernahme von 2/3 der Kosten. Da die CDU aber in der Samtgemeinde keine Mehr-heit hat, benötigt sie für einen positiven Beschluss im Samtgemeinderat die Unter-stützung von SPD, GRÜNE und Wählergemeinschaften. Die Bersenbrücker CDU setzt hierbei insbesondere auch auf die Unterstützung der Bersenbrücker Ratsmit-glieder der SPD und der GRÜNEN sowie auf die Unterstützung von Stadtdirektor Dr. Baier. In der Samtgemeinderatssitzung am 30. September wird über den Zuschussantrag der Stadt Bersenbrück endgültig entschieden.