Pressemitteilung der CDU Fraktion Bersenbrück

26. April 2013

Die CDU in der Stadt Bersenbrück hält nach wie vor die Ansiedlung eines Verbrauchermarktes als Grundlage für die weitere Einzelhandelsentwicklung der Stadt Bersenbrück für unerlässlich. In der Diskussion darüber setzt die CDU ausschließlich auf eine sachliche Auseinandersetzung. Auf einen Leserbrief des Ratsmitglieds der Grünen, Uwe Lagodny, mit zum Teil sehr heftigen persönlichen Angriffen, wird daher nicht weiter eingegangen. Allerdings wird im folgenden Stellung bezogen zu einem Leserbrief von Josef Weissmann. In diesem Leserbrief wird die Meinung vertreten, dass für die Ansiedlung eines Verbrauchermarktes eine ausreichend große Fläche in der Bersenbrücker Innenstadt zur Verfügung steht.

Nach Ansicht der Bersenbrücker CDU muss ein Vollsortimenter, der die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen kann, zumindest die Größe des bisherigen Combi-Marktes haben. Der Combi-Markt war auf einer Fläche von 10.000 qm im Gewerbegebiet West angesiedelt. Eine Wiedereröffnung ist zurzeit höchst unwahrscheinlich, da die Preisvorstellungen der ausländischen Investmentholding für das Gebäude weit über realistischen Preisansätzen für Bersenbrück liegen. In der Innenstadt direkt sind Flächen mit einer Größe von ca. 10.000 qm nicht verfügbar. So hat sowohl das Grundstück Lohmann/Kristen an der Lindenstraße wie auch das Grundstück des ehemaligen Plus-Marktes an der Bramscher Straße jeweils nur eine Größe von ca. 4.000 qm. Weitere Grunderwerbe von daneben liegenden Grundstücken sind nicht möglich, so dass keine Erweiterung dieser Grundstücksfläche in der Innenstadt selber vorgenommen werden kann. Es ist für die Bersenbrücker CDU daher unverständlich, wo Josef Weissmann direkt in der Innenstadt eine hinreichend große Fläche für die Ansiedlung eines Verbrauchermarktes sieht. Aus Sicht der CDU verbleibt als einziger realistischer Ansiedlungsstandort für ein hinreichend großes Einkaufszentrum damit nur das bisherige LNK-Gelände.

Die CDU hat kein Verständnis dafür, dass dieser Standort durch die Raumordnungsplanung zurzeit verhindert wird. Schon jetzt ist erkennbar, dass eine hinreichende Versorgung der Bersenbrücker Bürger nicht mehr gewährleistet ist. Auch in allen Nachbargemeinden sind Einkaufszentren nicht direkt in der Innenstadt, sondern in Innenstadtnähe entstanden. Für das LNK-Gelände wurde daher ein neues Planverfahren in die Wege geleitet. Grundlage einer erfolgreichen Planung ist dabei ein neues Einzelhandelskonzept. Leider wird es aber wohl ca. ein Jahr dauern, bis dieses Planverfahren abgeschlossen werden kann. Anschließend muss dann noch die Bauzeit des Gebäudes abgewartet werden. Die Bersenbrücker Bürger werden sich daher voraussichtlich wohl noch für längerei Zeit mit eingeschränkten Einkaufsmöglichkeiten zufrieden geben müssen. Dieses hat auch Auswirkung auf den Bersenbrücker Einzelhandel, da durch den fehlenden Einkaufsmagneten weniger Besucher nach Bersenbrück fahren und hier ihren Einkauf tätigen. Einzelne Einzelhandelsgeschäfte beklagen bereits jetzt einen deutlichen Umsatzrückgang von bis zu 20 %. Die CDU fragt sich, wer sich über diese Situation in Bersenbrück wirklich noch freuen kann.