Einkaufszentrum Bersenbrück

25. September 2012

Mitteilung der CDU Stadtratsfraktion zum Einkaufszentrum Bersenbrück:

Vor einem Jahr wollte der Stadtrat der Stadt Bersenbrück einen Beschluss über die Änderung des Bebauungsplanes auf der ehemaligen LNK-Fläche fassen. Dieser Beschluss hätte die Ansiedlung eines Einkaufszentrums auf der ehemaligen LNK-Fläche ermöglicht. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbrauchersc

hutz und Landesentwicklung hat der Stadt Bersenbrück in einer Verfügung die Beschlussfassung untersagt. Das Ministerium sah dabei die Ziele der Landesraumordnung als gefährdet an. Gegen diese Untersagungsverfügung hat die Stadt Bersenbrück Klage eingereicht, da nicht einzusehen ist, warum in den Nachbarorten Ankum, Bramsche und Quakenbrück Einkaufszentren ermöglicht werden und nur für die Stadt Bersenbrück dieses untersagt werden soll. Über dieses Klageverfahren wird das Verwaltungsgericht Osnabrück voraussichtlich noch in diesem Jahr entscheiden.

Für die nächste Ratssitzung liegt ein Antrag der Stadtratsfraktion “Bündnis 90/Die Grünen” vor, wonach die Klage von der Stadt Bersenbrück zurückgezogen werden soll. Damit ist eine Änderung des Bebauungsplanes auf der LNK-Fläche nicht mehr möglich und ein Einkaufszentrum kann dort nicht realisiert werden.

Die CDU-Fraktion wird diesen Antrag ablehnen, da den Bürgern der Stadt Bersen-brück auch in Zukunft ausreichende Einkaufsmöglichkeiten zur Verfügung stehen müssen. Schon jetzt ist zu beobachten, dass viele Verbraucher ihren Einkaufsbedarf in Bersenbrück nicht mehr gedeckt sehen und in die Nachbarorte Ankum, Quakenbrück und Bramsche zum Einkaufen ausweichen. Die dortigen Einkaufszentren ziehen als Magneten viele Kunden in ihre Zentren. Hier muss nach Ansicht der CDU-Fraktion ein Gegengewicht geschaffen werden. Die Einkaufssituation in Bersenbrück wird sich zum Jahresende mit Schließung des Combi-Marktes noch weiter verschlechtern, so dass weitere Käuferabwanderungen zu erwarten sind.

Für ein Einkaufszentrum steht in der Innenstadt von Bersenbrück selbst keine aus-reichend große Fläche von ca. 20.000 qm zur Verfügung, so dass in innenstadtnahe Randbereiche ausgewichen werden muss. Die LNK-Fläche hat die gleiche Entfernung vom Ortskern wie der jetzige Combi-Markt, so dass man nicht von einem Markt auf der grünen Wiese sprechen kann. Auch behindert die Klage nicht einen möglichen Edeka-Markt an der Lindenstraße/Ecke Gerstlandstraße. Die Edeka-Gruppe hat gegenüber der Zeitung erklärt, dass ihre Investitionsentscheidung unabhängig von einem Einkaufszentrum auf dem LNK-Gelände ist. Die baurechtlichen Voraussetzungen für den Bau eines Edeka-Marktes wurden vom Stadtrat einstimmig geschaffen, so dass mittlerweile schon seit geraumer Zeit vom Landkreis eine entsprechende Baugenehmigung vorliegt. Allerdings ist die Verkehrsanbindung ausschließlich über die Lindenstraße für einen Markt mit einer Verkaufsfläche von 2/3 des Combi-Marktes wohl problematisch. Hinzu kommt, dass der Straßenverkehr durch den Zugverkehr halbstündlich gesperrt wird. Diese problematische Verkehrssituation hat sicherlich Einfluss auf die Investitionsentscheidung der Edeka-Gruppe.

Im Interesse der Bersenbrücker Verbraucher müssen ausreichende Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt Bersenbrück geschaffen werden. Dieses ist das Ziel der CDU-Fraktion. Es kann nicht das Ergebnis einer zukunftsorientierten Politik für den Bürger sein, dass diese gezwungen sind, für ihren Einkauf in Nachbarorte auszuweichen.