Bersenbrücker Hausärzte planen gemeinsames Corona-Impfzentrum

Bersenbrück. Die Bersenbrücker Hausärzte sind sich einig: Sie wollen gemeinsam ein Corona-Impfzentrum für ihre Patienten aufziehen. Die Kommune stellt das Gebäude. Alles ist vorbereitet. Das Einzige was fehlt, ist der Impfstoff.

Das Impfzentrum der Bersenbrücker Hausärzte im Freibadgebäude bereiten Christian Klütsch, Michael Kampmeyer und Katja Schlüwe vor.

Ein Zeichen der Hoffnung? Sturm peitscht Regen über den Platz an der Bleiche, als sich Dr. Michael Kampmeyer, Christian Klütsch und Katja Schlüwe zum Fototermin vor dem Freibadgebäude versammeln. Dann plötzlich Stille, die Sonne kommt heraus und zaubert einen Regenbogen über das Gebäude, das so bald wie möglich Bersenbrück hausärztliches Impfzentrum gegen die Corona-Pandemie werden soll. 

Das Impfzentrum könnte den Ansturm der Impfwilligen auffangen, der zwangsläufig kommen wird, sobald die Arztpraxen in die Corona-Impfkampagne einbezogen werden. Es könnte die Praxen vor Überlastung und Chaos schützen, sie könnten sich weiter um ihre eigentliche Aufgabe kümmern und für ihre Patienten da sein.

Kampmeyer verfolgt diese Idee seit Wochen. Er holte seine hausärztlichen Kollegen ins Boot. Die Fachärzte in der Stadt seien noch unentschlossen, aber auch nicht abgeneigt zu helfen, sagt er. Stadt und Samtgemeinde stellen das Gebäude zur Verfügung. Darin sind eigentlich die Umkleiden und eine weitläufige Cafeteria untergebracht. Es würde sich ideal eignen, um mehrere „Impfstraßen“ einzurichten.

Impfungen ab April
Am Anfang stand die Vorstellung, die Stadt durchzuimpfen, bevor die Freibadsaison beginnt. Das liegt jetzt schon ein paar Hiobsbotschaften aus Berlin zurück. Derzeit ist vom 19. April als Starttermin für Impfungen die Rede. Es könnte aber auch Anfang Mai werden, fürchtet Kampmeyer. Zu dem Zeitpunkt soll seine Praxis ins neue Medizinische Versorgungszentrum umziehen, das er gerade für die Stadt baut.

Aber für das Impfzentrum ist alles vorbereitet. Die Mitarbeiter der Praxen kennen ihre Aufgaben. „Wir Ärzte kennen unsere Pappenheimer“, sagt Kampmeyer. Er meint damit, dass die Hausärzte ihre Patienten kennen, wissen, wer ein Risiko hat, und wie man damit umgehen sollte. 

Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt, Text und Foto Martin Schmitz, 13.03.2021