Weitere Baulandausweisungen in Belm

21.01.2019

Die starke Nachfrage an Baugrundstücken hält auch in Belm weiter an. Die Erschließung des Baugebietes „Östlich Up de Heede“ wurde Ende November abgeschlossen und die 30 Eigenheimgrundstücke konnten im Vergabeverfahren an die zukünftigen Bauherren veräußert werden. Aufgrund der großen Nachfrage sieht die CDU-Fraktion eine hohe Priorität in der Ausweisung weiterer Baugebiete. „Die gute Nachfrage an Wohnbaugrundstücken wollen wir in allen Ortsteilen bedienen können.“, so der stellvertretende Bauausschussvorsitzende Berthold Uphoff.
Daher werden im Jahr 2019 voraussichtlich 15 Baugrundstücke in Vehrte ‘Südlich Dorf-straße’ und 16 Baugrundstücke in Icker ‘Westlich Höhenweg’ ausgewiesen und durch die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) im Auftrag der Gemeinde Belm vergeben. Weitere Baulandausweisungen werden nach den Plänen der CDU-Fraktion auch zukünftig folgen.
Auf Wunsch der CDU-Fraktion erfolgt die Vergabe nicht ausschließlich nach den üblichen Vergaberichtlinien. 20 Prozent der Grundstücke werden im Bieterverfahren gegen Höchstgebot verkauft. Bei den üblichen Vergaberichtlinien erhalten die Bewerber mit den meisten Punkten den ersten Zugriff auf die Baugrundstücke. Bei dieser Punktevergabe sind neben der Wohndauer in Belm auch die Anzahl und das Alter der Kinder, sowie der weitere Besitz von Grundeigentum und körperliche Einschränkungen maßgebend. Eine hohe Punktzahl ist beispielsweise vor allem durch eine Wohnzugehörigkeit zur Gemeinde von mehr als 15 Jahren und durch mehrere im Haushalt lebenden Kindern unter 6 Jahren möglich. Der Besitz von anderem Grundeigentum bringt je nach Art der Immobilie bis zu 3 Minuspunkte.
„Durch die strengen Kriterien wird ein großer Personenkreis stark benachteiligt. Als CDU-Fraktion möchten wir gerne vielen Bauinteressenten, die aus familiären oder beruflichen Gründen bewusst in Belm wohnen möchten, eine echte Chance auf einen Bauplatz in Belm bieten“, begründet der CDU-Fraktionsvorsitzender Jan-Hendrik Schulhof den Antrag der Belmer CDU. Der CDU liegen zahlreiche Beispiele, bei denen eine Bewerbung nach den bisherigen Richtlinien aussichtslos ist und für die ein Höchstgebotsverfahren daher eine echte Alternative darstellt, vor: Die junge Familie mit Belmer Wurzeln, die in die Nähe der Großeltern ziehen möchte; die Facharbeiter und Angestellten, die bisher lediglich einen Arbeitsplatz in Belm haben und die durch einen Umzug die Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsplatz deutlich reduzieren können sowie die langjährigen Belmer der Generation 55+, die aus ihrem großen Einfamilienhaus ausziehen und eine neue barrierefreie Immobilie errichten möchten. „Das Gebotsverfahren stellt neben den weiterhin maßgebenden Vergaberichtlinien eine gute Möglichkeit des Grundstückserwerbs dar und soll nicht als weiterer Preistreiber auf den Immobilienmarkt wirken. Daher werden die Mehrerlöse konkret für andere Grundstücke und zur Schaffung von bezahlbaren Wohnraum genutzt“, bekräftigt Schulhof abschließend.