Junge Union befragt CDU Spitzenkandidaten

11.08.2016

Laura Götze (L.G.) Junge Union, im Interview mit Bernhard Strootmann (B.S.)

L.G.:  Herr Strootmann, die CDU Belm hat sie einstimmig zum Spitzenkandidaten für die Kreistagswahl, wie auch für die Gemeinderatswahl nominiert. Was bedeutet das für Sie?

B.S.:  Das ist ein großer Vertrauensbeweis, der natürlich auch ein wenig stolz macht. Ich bin seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik tätig, verfüge über entsprechende Erfahrung und freu mich, dass ich mit meinem Handeln, die Partei offensichtlich überzeugt habe. Ich erfahre viel Zuspruch, natürlich auch Kritik,  aber wenn man dann einstimmig  als Spitzenkandidat nominiert wird, kann meine Arbeit nicht schlecht gewesen sein.

L.G.:  Viele Jahre haben sie an der Spitze der Mehrheitsfraktion CDU,  die Belmer Kommunalpolitik maßgeblich mit gestaltet. Nun mussten sie fünf Jahre auf der Oppositionsbank Platz nehmen….

B.S.:  Ja, eine völlig andere Perspektive, die nicht immer Freude bereitet.

L.G.:  Wie würden sie die Politik der sich gebildeten Mehrheitsgruppe aus SPD, UWG und Grüne innerhalb der letzten Legislaturperiode beschreiben?

B.S.:  Kurz gesagt; Ideenlos, wenig Entscheidungswille, viele Debatten mit sich wiederholenden Ergebnissen, unkalkulierbar, oft ängstlich und nicht zukunftsorientiert.

L.G.:  Es hat ja bei den Grünen und der UWG einige personelle Turbulenzen gegeben. Was sagen sie dazu?

B.S.:  Das beweist, dass sich die Mehrheitsgruppe intern offensichtlich mehr uneinig als einig war. Die nach außen demonstrierte Harmonie nach dem Motto „wir können Mehrheit“, war wohl mehr Schein als Sein und die Tatsache, dass die UWG und die Grünen ihren eigenen Mandatsträgern nicht vertraut, lässt den Schluss zu, dass es den Wählern schwer fallen dürfte, diesen  Akteuren nur deshalb zu vertrauen, weil sie die Partei gewechselt haben.

L.G.:    Die SPD wirbt gerade damit,  Sie hätte durch ihre Entscheidung, die Stelle des „Baudezernenten“ zu streichen, für erhebliche Einsparungen bei den Personalkosten gesorgt. Was halten sie von der Aussage, wo doch die CDU diese Stelle einmal durchgesetzt hat?

B.S.: Die SPD hatte gerade im Mai diesen Jahres die Chance, genau diese Stelle zu streichen. Der betreffende Mitarbeiter hatte gekündigt, so dass diese Stelle dadurch frei wurde. Der Bürgermeister wünschte sich eine Neubesetzung und diesem Wunsch folgte der Rat einstimmig,  auch mit den Stimmen der SPD. Bei der Neubesetzung wurde lediglich eine Besoldungsstufe eingespart. Also, von wirklicher Einsparung keine Spur. Hier soll der Bürger für dumm verkauft werden.

L.G.: Der CDU Vorsitzende Rolf Villmer hat erklärt, man strebe die absolute Mehrheit an. Ist das ein realistisches Ziel, oder wohl eher übertriebener Optimismus?

B.S.:  Wir wollen wieder Verantwortung für die politischen Entscheidungen in Belm übernehmen, da wäre eine absolute Mehrheit natürlich sehr komfortabel.  Aber es bleibt ein sehr sportliches Ziel. Wir haben schon früher bewiesen, dass unsere Politik für Belm gut war und wir möchten, dass es wieder voran geht, weil unsere Politik besser für Belm ist.  Das gebremste, oft zerredete und ideenlose Politikverständnis der offensichtlich wenig harmonisierenden Gruppe aus SPD, UWG und Grünen behindert eine zeitgemäße Entwicklung. Belm hat sehr gute Zukunftschancen durch die unmittelbare Nähe zu Osnabrück. Das muss man erkennen und den Mut haben, sie anzupacken. Daher stehe ich zu unserem Slogan „CDU- besser für Belm“ und hoffe, dass die Wählerinnen und Wähler uns mit Ihren Stimmen die Möglichkeit geben, das zu beweisen.

L.G.: Vielen Dank Herr Strootmann für das Gespräch und viel Erfolg bei der Wahl.

Als Vertreterin der Jungen Union wünsche ich mir natürlich, dass besonders die jungen Wähler den Weg zum Wahllokal finden und drücke unseren JU Kandidaten die Daumen.