CDU Belm fordert Radschnellweg für alle Belmer

25.07.2017

Seit Jahren ist er in Planung: der Radschnellweg von der Osnabrücker Innenstadt nach Belm.
Als deutlicher Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Mobilität wird seitens der Landesregierung eine umfassende Förderung in Aussicht gestellt.

Die CDU Belm steht hinter diesem Projekt, möchte allerdings einen Radweg für alle Belmer Bürger.

Bei einem Radschnellweg handelt es sich um eine mindestens 4 Meter breite, durchgehend beleuchtete und möglichst kreuzungsfrei geführte Streckenführung, die zudem an Ampeln bevorrechtigt wird.

Der in der letzten Bauausschusssitzung vorgestellte Planungsstand stellte die Ausschussmitglieder nicht zufrieden und machte deutlich, dass der Radweg entlang der Bahntrasse vom Power Weg lediglich bis zur Haster Straße geführt werden soll. Aus Sicht der CDU eher eine Aufwertung bzw. Erneuerung des bereits vorhandenen Radweges.

Der dargestellte Abschnitt umfasst auf Belmer Gebiet eine Streckenlänge von ca. 1,3 km und soll nach derzeitigen Entwürfen ca. 2,3 Mio. Euro kosten.
Der CDU Vorsitzende und Bauausschussmitglied Rolf Villmer wies bereits in der Ausschusssitzung darauf hin, dass der Radweg zwar wünschenswert sei, allerdings bei einer zu erwartende Förderquote von 75% mehr als 600.000 € durch die Gemeinde Belm zu finanzieren wären. Es sei kaum vermittelbar in Anbetracht der schwierigen Haushaltslage für einen so kurzen Teilabschnitt, der große Teile Belms völlig ausklammert, so viel Geld in die Hand nehmen zu müssen.

Der CDU Fraktionsvorsitzende Jan Hendrik Schulhof machte deutlich, dass weitere Überlegungen anzustellen seien, um es zu einem für Belm akzeptablen Projekt werden zu lassen. So sei es wichtig darüber nachzudenken, wie man gemeinsam mit dem Landkreis eine Einbindung der demnächst ehemaligen Bundesstraße 51, die zur Kreisstraße wird, hin bekommt.

Berthold Uphoff, stellvertretender Bauausschussvorsitzender, wurde noch konkreter und forderte zur Optimierung des Nutzungspotenzials dringend die Bereiche Konrad Adenauer Straße, Up de Heede und mit dem Ausbau bis zur Vehrter Landstraße auch Icker und Vehrte anzubinden.
Einigkeit besteht in der CDU allerdings darüber, dass die entstehenden Kosten genau zu prüfen seien und die Finanzierbarkeit aus Belmer Sicht gewährleistet sein müsse.

Einen Radschnellweg um jeden Preis dürfe es nicht geben und Aufwendungen für Maßnahmen auf dem Osnabrücker Stadtgebiet seien selbstverständlich ausschließlich durch die Stadt Osnabrück zu tragen. Man stehe dazu, nun weitere Planungsschritte zu unterstützen, allerdings müsse am Ende ganz Belm etwas davon haben, so die CDU Vertreter.