140 Gäste beim diesjährigen Heringsessen der Belmer CDU

07.06.2016

Am Aschermittwoch fand traditionsgemäß das Heringsessen der Belmer CDU im Gasthaus Lecon statt. CDU Vorsitzender Rolf Villmer konnte im voll besetzten Saal 140 Gäste begrüßen. Neben dem Europaabgeordneten Jens Gieseke war die gesamte lokale Politprominenz zu Gast bei der Veranstaltung.

Der CDU Bezirksvorsitzende und Landesgruppenchef im Bundestag Dr. Mathias Middelberg, der Landrat Dr. Michael Lübbersmann, der Kreistagsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Clemens Lammerskitten, der Belmer Kreistagsabgeordnete Bernhard Strootmann, der Bürgermeister Viktor Hermeler und viele weitere Kommunalpolitiker aus der Region. Für den Vorsitzenden der Belmer CDU war es ein klares Zeichen dafür, welch hohe Wertschätzung man genieße und wie gut die Zusammenarbeit der CDU Belm mit allen politischen Ebenen, vom Gemeinderat bis zum Europaparlament, funktioniere. In seiner Eröffnungsrede verwies Villmer darauf, dass das Jahr 2016 für die CDU Belm ganz im Zeichen der im September stattfindenden Kommunalwahl stehe. Es sei ein klares Ziel, die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat wieder verändern zu wollen, die CDU müsse wieder hauptverantwortlich handeln können. Man sei zwar immer noch stärkste politische Kraft im Gemeinderat, dennoch sei der Zusammenschluss der UWG, SPD und Grünen in der sogenannten Mehrheitsgruppe seit 2011 für die Belmer Gemeindepolitik verantwortlich. Alle Versprechungen bezüglich Gemeindeentwicklung, Verbesserung der Strukturen, Schuldenabbau, Schaffung von Bau- und Gewerbegebieten und Transparenz bei politischen Entscheidungen seien nur Luftblasen gewesen. Alles was in der letzten Legislaturperiode überhaupt konstruktiv geschehen sei, trage die maßgebliche Handschrift der CDU Fraktion, so Villmer. Wenn man für den Rechenschaftsbericht der Mehrheitsgruppe am Ende der Legislaturperiode eine Überschrift suche, dann würden wohl die Begriffe Ideenlosigkeit und Ausbremsen gut passen, meinte Villmer. Wenn politische Mandate nur zum Verwalten und nicht zum Gestalten wahrgenommen würden, hätte man den vom Wähler gegebenen politischen Auftrag falsch verstanden. Außerdem solle man das Verwalten der Verwaltung überlassen und dieses funktioniere unter der Leitung des Belmer Bürgermeisters übrigens sehr gut, so Villmer weiter. Erschreckend nannte Villmer die Tatsache, dass man der AFD derzeit enorme Stimmenzuwächse prognostiziere. Die AFD sei keine Alternative sondern eher ein Katastrophe für Deutschland. Eine Partei, die den Waffeneinsatz gegen Flüchtlinge an deutschen Grenzen fordere, habe in unseren Parlamenten nichts zu suchen und man müsse gerade auch auf kommunaler Ebene dafür sorgen, dass solche Kräfte niemals politische Verantwortung tragen.
Der Europaabgeordnete Jens Gieseke machte in seiner Rede noch einmal deutlich, dass es sich bei der Flüchtlingsproblematik um ein Gesamteuropäisches Problem handele und die Last auch Gesamteuropäisch zu tragen sei. Es könne nicht sein, dass sich einzelne Staaten aus der Verantwortung ziehen. Deutschland müsse allerdings auch endlich die Prozesse im Asylverfahren und auch in den Abschiebungsverfahren beschleunigen. Es könne außerdem nicht zugelassen werden, dass die wirklich Asylbedürftigen unter dem Zustrom der Wirtschaftsflüchtlinge die kein Recht auf Asyl hätten leiden müssten. Er wies auf die wirtschaftliche Wichtigkeit offener Grenzen in Europa hin und warnte davor Landesgrenzen im Hauruckverfahren zu schließen.
Im Anschluss an das leckere Heringsbuffet fand die Ehrung verdienter und langjähriger Mitglieder statt. Georg Holtmeyer und Reinhold Spellmeyer erhielten von Landrat Dr. Lübbersmann und Dr.Mathias Middelberg in seiner Funktion als Bezirksvorsitzender der CDU Osnabrück-Emsland für 25 jährige und für 40 jährige Mitgliedschaft, Ehrennadel und Urkunde. Rolf Villmer erläuterte in seiner Laudatio, dass die CDU Belm mit derzeit etwa 150 Mitgliedern, stolz darauf sei, neben den zwischenzeitlich vielen jungen Mitgliedern auch immer wieder treue, langjährige Mitglieder ehren zu dürfen. Was sei die CDU ohne Frauen und Männer die sich durch ihre Mitgliedschaft klar und eindeutig zur Partei bekennen und damit nicht nur zum Ausdruck brächten, dass sie einer politischen Richtung folgen, sondern wie es im Artikel 21 des GG definiert sei; bei der politischen Willensbildung mitwirken.