Sentrup

Ein kleiner historischer Abriss

Die Historie des Ortsteiles Sentrup ist eng mit der des Kirchspieles Glane verwoben (siehe auch Bericht im Ortsteil Glane).

Sentrup ist mit einer Fläche von ca. 700 ha überwiegend durch die Land- und Forstwirtschaft geprägt. Das neue Bad Iburger Gewerbegebiet befindet sich im Ortsteil Sentrup, nahe an dem Autobahnanschluss Hilter.

Der Sentruper Schulchronik ist zu entnehmen, dass 1827 Schule und Lehrerwohnung gebaut wurden. Das Fachwerkhaus ließ der Colon Uhrberg errichten, welcher wohl der erste Schulvorsteher war.

Niederschriften über Gemeindeversammlungen liegen nicht vor.

Erst durch die Reichsverfassung vom 11.8.1819 (Weinmarer Verfassung) wurde für alle Gemeinden die Selbstverwaltung ermöglicht.
Seit dieser Zeit gibt es Niederschriften über Gemeindeausschusssitzungen.

Einige Beispiele:

Im Frühjahr 1919 wurde in Sentrup eine Bürgerwehr gegründet und der Haussohn Ludwig Wesseler zum Gemeinderechnungsführer ernannt.
Um das Amt des Gemeindevorstehers wurde vielfach gerungen.
Anfangs standen die Folgen des 1. Weltkrieges (z.B. die Erntemehrumlagekommission) im Mittelpunkt der Beratungen, später der Neubau einer Lehrerwohnung und einer Schule.
Am 24.02.1921 stimmte der Gemeindeausschuss dem Beschluss des Schulvorstandes zu, eine neue Schule mit zwei Klassenräumen und eine Lehrerwohnung zu bauen.
1924 – nach Beendigung der Inflation begann in Sentrup die Elektrifizierung.
1926 – Einsatz von Erwerbslosen zur Reinigung von Gräben an den Gemeindewegen.
1928 wurde festgelegt, einen Glockenturm auf das Schulgebäude zu setzen.
Während des 2. Weltkrieges wurde über Hilfsmaßnahmen für den durch die Bombardierung betroffenen Hof Broxtermann im Rat besprochen und festgelegt, dass die ganze ‚Gemeinde, je nach Größe des Betriebes, sich bei Aufräumungsarbeiten betätigen soll‘.
1946 stand auch in Sentrup die Bewältigung der Kriegsfolgen und damit der allgemeinen Not im Vordergrund. Das wird besonders deutlich, wenn man die am 27.09.1946 eingesetzten Kommissionen betrachtet: Flüchtlingskommission, Kommission für Holzumlage, Ortsausschuss für Arbeitseinsatz, Kommission für Spinnstoffverteilung. Wenige Wochen später musste ein Ernährungs- und Erfassungsausschuss gebildet werden und die Verpachtung von Gartenland beraten werden (02.12.1946).
15.08.1947 – Zuzugsgenehmigungen wurden abgelehnt.
Neben der Wegebesserung und dem Wegebau stand in Sentrup die Sorge um die Schule im Mittelpunkt der Bemühungen.
1953 befasste man sich erstmalig mit einer systematischen Gemeindeplanung und beauftragte den Architekten Niebrügge in Laer, einen Flächennutzungsplan zu entwerfen. Folge dieser Aufgabe war die Beschaffung von Bauland.
22.08.1966 – Beschluss einen Realschulzweckverband zu gründen und damit eine Realschule in Iburg zu unterstützen.

Die letzte Sitzung des Gemeinderates Sentrup fand am 18.11.1969 statt.

27.01.1970 – ‚Gesetz über die Bildung der Gemeinde Glane
vom 25.11.1969‘ aus den Ortsteilen Sentrup,
Glane und Ostenfelde.

Am 28. Juni 1972 fand die letzte Sitzung des Rates der Gemeinde Glane statt, nachdem bereits am 13. Juni 1972 in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Rat von Bad Iburg der Gebietsänderungsvertrag beschlossen wurde.

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