Eine neue Heimat für das DRK

Dr. Rudolf Seiters DRK

Dr. Rudolf Seiters – Bild mit freundlicher Genehmigung von Cornelia Müller

15.09.2018 | Das Deutsche Rote Kreuz im Wittlager Land hat in der Ortschaft Wittlage eine neue Heimat gefunden. Im Rahmen eines Festakts wurden die Räumlichkeiten in Anwesenheit des DRK-Ehrenpräsidenten Dr. Rudolf Seiters feierlich eingeweiht. …

„Wir hatten eine sehr intensive Umbauphase.“ berichtet Bad Essens ehemaliger Bürgermeister Günter Harmeyer und ergänzt: „Das Gebäude, in dem vormals der Wasserverband zuhause war, bietet aber nun den ehrenamtlich Aktiven endlich das angemessene und geeignet Umfeld für die vielfältige Arbeit des DRK.“. Fristgerecht, um nicht zu sagen „in letzter Minute“, wurden alle Arbeiten fertiggestellt. Das war auch wichtig, da sich der Eröffnungstermin auch in den Kalender des Ehrengastes Dr. Rudolf Seiters einfügen musste. Seiters hat sich zwar anlässlich seines 80. Geburtstages im vergangenen Jahr vom Präsidentenamt des DRK zurückgezogen; aufgrund seiner großartigen Verdienste wurde er jedoch nahtlos zum Ehrenpräsidenten befördert. In dieser Rolle besuchte er nun, auf Vermittlung seines alten Freundes und Weggefährten Manfred Hugo (Landrat a.D.) das DRK in seiner alten Heimat im Wittlager Land, in der er die ersten politischen Gehversuche unternahm.

Seiters machte in seiner Festansprache deutlich, wie wichtig das Ehrenamt für einen funktionierenden deutschen Staat eigentlich ist; allein die demografische Entwicklung werde dafür sorgen, so Seiters, das immer weniger „Geber“ auf immer mehr Anspruchsbedüftige träfen. „Die Menschen werden älter und leben länger, während in den nachfolgenden Generationen rückläufige Geburtenraten anzutreffen sind.“. Somit sei auch der Aspekt der Migration und Zuwanderung in doppelter Hinsicht wichtig: „Einerseits ist die Anzahl der Kinder in Familien mit Migrationshintergrund oftmals höher. Andererseits schließt der schlichte Zuzug von (auch körperlich) leistungsfähigen Menschen mittleren Alters aus dem Ausland nach Deutschland ein wenig die Lücke der geburtenschwachen Jahrgänge.“. Die Bereitschaft zum Dienst am Nächsten liege jedermann und müsse unbedingt geweckt und gefördert werden, so Seiters weiter. „Diese Aufgabe ist von politisch elementarer Bedeutung und für das Funktionieren der Gesellschaft extrem wichtig.“. Sein mitreißender Vortrag und sein flammendes Plädoyer für das Ehrenamt (und natürlich auch für „sein“ DRK) wurde mit großem Applaus aller Anwesenden bedacht.

Im Anschluss an den Festakt wurde deftige Erbsensuppe gereicht und ein Tag der offenen Tür schloss sich an. Hier beteiligten sich sowohl befreundete Institutionen wir die Feuerwehr als auch die Ortschaft Bad Essen, die zukünftig die Räume des Sozialzentrums auch für Ihre Zwecke nutzen wird. So kommt Leben ins Haus und Berührungsängste werden von vorneherein sofort reduziert. Wir wünschen den Aktiven, dass sie in den neuen Räumlichkeiten schnell ankommen, ihre segensreiche Arbeit fortsetzen, Zulauf finden und somit die besten Gelingensvoraussetzungen vorfinden. Herzlich Willkommen in Wittlage!

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