Der Bad Essener Kornspeicher wird abgebrochen

09.03.2018 | Nun ist der Beschluss gefasst: der Bad Essener Kornspeicher wird abgebrochen. Der Gemeinderat votierte mit den Stimmen der CDU-Fraktion dafür, den Abbruch umgehend zu veranlassen. Parallel dazu wird ebenfalls sofort ein kombinierter Architekten/Investoren-Wettbewerb angeschoben …

Kein Interessent mit tragfähigem Konzept

Ausschlaggebend für diese Beschlußvorlage der CDU war die Erkenntnis, dass der Gemeinde in den letzten Jahren, in denen eine Sanierung des Speichers angestrebt wurde, kein Interessent ein tragfähiges Konzept anbieten konnte. Dabei erschienen die Umstände günstig wie nie: es standen Fördermittel in Millionenhöhe bereit, die Zinsen waren und sind im Keller und sogar eine steuerliche Sonderabschreibung stand im Raum. Trotzdem fand kein Investor den Weg an den Kanal nach Bad Essen.

Die Bagger kommen

Wie geht es nun weiter? Nun – bald kommen die Bagger. Allerdings zuerst, um die Promenade entlang des Kanals zu vervollständigen, weitere Treppenstufen zum Wasser hin anzulegen und einen Teil des „Hafenfest-Platzes“ zu Parkflächen auszubauen. Für den Abriss hingegen muss zunächst eine Ausschreibung vorbereitet und durchgeführt werden, bevor es ans Werk geht. Im Übrigen ist dies eine aufwendige Maßnahme, welche die Kommune bezahlen muss. Dafür kann anschließend ein Grundstück in bester Lage baureif (zu einem höheren Preis als mit aufstehendem Speicher inkl. Abbruchverpflichtung für den Investor) verkauft werden.

Wettbewerb zur Neugestaltung wird gestartet

Gleichzeitig startet nach dem Willen der CDU-Gemeinderatsfraktion sofort die Vorbereitung eines Wettbewerbs. In diesem Wettbewerb wird einerseits eine architektonische Idee für das dann leere Gelände gesucht und andererseits auch gleich der Investor, der sich verpflichtet, jene neue Planung umzusetzen. So könnten im Bestfall zum Jahreswechsel drei Ziele gleichzeitig erreicht sein: das Grundstück ist abgeräumt, die neue Idee ist da und der neue Bauherr ebenfalls. Etwas Neues kann entstehen.

Chance auf stimmiges und zukunftsweisendes Konzept

Fraktionsvorsitzender Michael Kleine-Heitmeyer: „Mit diesem Beschluss haben wir die Chance, das städtebauliche Sanierungsverfahren mit einem in sich stimmigen Gesamtkonzept zum Abschluss zu bringen. Die Politik wirkt dabei über die gewählten Vertreter im Gemeinderat für die Bürger am Sanierungsverfahren mit, trifft Entscheidungen und fasst demokratisch Beschlüsse. Eine tote Industriebrache mit einer verlassenen Asbestplattenfabrik und einem verlassenen Kornspeicher ist damit erfolgreich von Altlasten befreit, beplant, entwickelt und vermarktet worden. Dies war und ist das Ziel, das die Gemeinderatsmitglieder aller Fraktionen seit Beginn des Verfahrens verfolgt haben.“

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