CDU Badbergen setzt Ausrufezeichen und stellt Weichen auf Wandel

Dr. Tobias Dörfler ist CDU-Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahl am 11. September 2016

Am 12. März 2016 traf sich der Gemeindeverband der CDU Badbergen zur Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Mykonos (Badbergen). Die dort zu veröffentlichenden Neuigkeiten hatten sich vermutlich bereits im Vorfeld durch Mund-zu-Mund-Propaganda herumgesprochen, so dass Adolf E. Luger als Leiter der Versammlung einem zahlenmäßig überaus starken Auditorium die strukturellen und personellen Veränderungen vorstellen konnte.
Die CDU Badbergen, so Luger, erkenne die Zeichen der Zeit und den Wunsch der Wähler nach politischem Wandel und setze daher ein klares Zeichen für strukturelle und vor allem personelle Veränderungen. Dies zeige sich am deutlichsten durch die vordere Platzierung der jungen CDU-Mitglieder auf der Liste für Kommunalwahl im Herbst 2016. Als Spitzenkandidat und Bürgermeisterkandidat steht Dr. Tobias Dörfler (Vehs) auf dem ersten Listenplatz. Auf Platz zwei folgt Katherina Bußmeyer (geb. Lager) aus Langen. Nach Thorsten Kamper aus Groß Mimmelage (Platz 3) folgt Axel Meyer zu Wehdel (Wehdel) auf Platz 4. Des Weiteren folgen Bernhard-Josef Menke (Vehs, Platz 5), Reinhard Koste (Groß Mimmelage, Platz 6), Frank Revermann (Groß Mimmelage, Platz 7), Dr. Dieter Schillingmann(Grothe, Platz 8) sowie Adolf E. Luger (Wulften) auf Platz 9 der Kandidatenliste.

CDU-Liste Gemeinderatswahl 2016 mit CCBild von links nach rechts:
Christian Calderone, Axel Meyer zu Wehdel, Bernhard-Joseph Menke, Thorsten Kamper, Dr. Tobias Dörfler,
Dr. Dieter Schillingmann, Katherina Bußmeyer, Adolf E. Luger, Jürgen Wehlburg (inzwischen zurück getreten), Reinhard Koste, Frank Revermann

Ebenfalls anwesend waren sowohl der CDU-Europabgeordnete Jens Gieseke als auch der Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Christian Calderone. Beide berichteten in interessanten Vorträgen über deren politische Arbeit in den unterschiedlichen Bereichen und begrüßten ausdrücklich die deutlichen und starken Signale des Gemeindeverbands Badbergen, indem man gleich drei neue, junge Gesichter unter den ersten vier Listenplätzen präsentiere.
Auch im anschließenden, gemütlichen Teil des Abends wurde angeregt über mögliche Ansätze und strukturelle Veränderungen diskutiert, so dass die CDU Badbergen bereits jetzt aktiv in den Wahlkampf für die Kommunalwahl im September 2016 einsteigt und mit den entsprechenden Vorbereitungen beginnt. Die CDU Badbergen, so der Bürgermeisterkandidat Dr. Dörfler, wird versuchen, durch eine Kombination aus jungen Köpfen und deren Ideen sowie aus den erfolgreichen Strukturen und Anregungen der erfahreneren Mitgliedern ein starkes, gemeinsames und frisches Konzept für die Gemeinde Badbergen aufzustellen. „Die Wähler sollen sehen, dass wir die z.T. politisch festgefahrenen Strukturen aufbrechen und Badbergen im Artland durch einen solchen Strukturwandel ganz klar nach vorne bringen und attraktiver gestalten wollen“, resümiert Dörfler die Absichten der jungen CDU-Kandidaten. Er betont dabei abschließend, dass es höchste Zeit werde, dass sich in Badbergen politisch etwas ändere und dass dies seiner Ansicht nach ohne junge Köpfe und Ideen kaum möglich sei – ganz besonders aus der Perspektive der Wähler!

Anliegerversammlung akzeptiert Planung Hauptstraße

Altes Foto HauptstrasseSo sah die Hauptstraße einmal aus, aber die Entwicklung geht weiter !

Die Notwendigkeit einer Erneuerung der Hauptstraße zwischen der Bahnhofstraße und der Dinklager Straße war schon lange in der Diskussion. Glücklicherweise hat sich die Entscheidungsfindung hingezogen, so daß die Anlieger und die Gemeinde nun von einem massiv erhöhten Zuschußvolumen profitieren können.

Bei einer Anliegerversammlung am 27. Januar 2016 stellte das beauftragte Ingenieurbüro zusammen mit einem Vertrter des Wasserverbandes die Planung für die Erneuerung vor. Der Wasserverband wurde eingebunden, weil die Regenwasserleitung marode ist und dringend erneuert werden muß. Die Erneuerung der Hauptstraße gibt Gelegenheit, daß alle Versorger ihre Leistungen erneuern oder verstärken.
Bei der Anliegerversammlung wurde die geplante Ausführung zwar intensiv hinterfragt, aber insgesamt positiv aufgenommen. Insbesondere die vorgesehene Oberfläche mit einer Kombination aus viel Asphalt und wenig Klinker entsprach den Wünschen der Anlieger, für die sich die CDU im gesamten Planungsprozeß nachdrücklich eingesetzt hat. Positiv wurde auch vermerkt, daß die Verlegung der Klinkeranteile möglichst geräuscharm erfolgen soll.
Einzelheiten der Planung und das Protokoll der Anliegerversammlung können auf der Website der Gemeinde Badbergen unter „Dorferneuerung“ eingesehen werden.
Bis zum 14.2.2016 wird die Planung beim Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) mit einem Zuschußantrag eingereicht. Wenn der Zuschuß gegen Ende Mai / Anfang Juni bewilligt ist, kann die Ausführungsplanung beginnen. Alle Details werden werden während dieser Phase mit den Anliegern abgestimmt.

Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsbereich

Interview des Vorsitzenden der CDU Badbergen Prof. Adolf E. Luger mit
Axel Meyer zu Wehdel

Vorsitzender:
Axel wie war die Ernte 2015 ?
Axel Meyer zu Wehdel:
Der Sommer 2015 war ein schwieriges Erntejahr für die Landwirte. Nicht nur weil die Erträge der Getreideernte aufgrund des trockenen Frühjahres geringer als gewohnt ausfielen, sondern auch weil der Getreidepreis gerade mal kostendeckend war. Die Kartoffel- und Maisernte war durch das ungünstige Wetter im Herbst behindert, aber wir haben alles gut hereinbekommen. Allerdings konnten wir erst verspätet mit der Aussaat des Wintergetreides beginnen. Hoffentlich entstehen dadurch keine zusätzlichen Ausfälle.
Vorsitzender:
Du sprachst schon die gerade eben kostendeckenden Getreidepreise an. Wie sieht es denn bei der Veredelung aus ?
Axel Meyer zu Wehdel:
Die Milch und Fleischpreise sind zu niedrig. Die Landwirtschaft war die letzten 15 Jahre in der glücklichen Position, daß Länder wie Russland, Brasilien, Indien und China nach immer mehr Lebensmitteln verlangten. Das bedeutete stabile Preise und Wachstum für die Landwirte. Doch nun gibt es eine Wirtschaftskrise in Süd Amerika, Chinas Börse geht in den Keller und Russland hat ein Einfuhrverbot für Europäische Agrarprodukte verhängt. Dem zu Folge stockt der Absatz von Agrarerzeugnissen ins Ausland.
Vorsitzender:
Es wird immer öfter angeprangert, daß die deutsche Landwirtschaft auch für den Export produziert. Ist das denn sinnvoll und erforderlich ?
Axel Meyer zu Wehdel:
Wir bewegen uns in einer globalen Welt. Deutschland importiert viele Lebensmittel, da ist es doch verständlich, daß Deutschland seinerseits auch Lebensmittel exportiert, die in Deutschland in guter Qualität produziert werden. Der Staat hat in den letzten Jahren landwirtschaftliches Wachstum gefördert und angefeuert, damit sich Deutschland auch mit Agrarprodukten auf dem Weltmarkt positioniert. Die deutschen Landwirte sind diesem Aufruf gerne gefolgt.
Vorsitzender:
Welche Folgen hat der Wegfall wichtiger Auslandsmärkte für die deutschen Landwirte ?
Axel Meyer zu Wehdel:
Die deutschen Landwirte müssen sich auf geringere Preise einstellen. Schon heute sind viele kleine Landwirte nicht konkurrenzfähig und überleben nur durch hohe Arbeitszeiten der Inhaber. Um Einkommenseinbußen vorzubeugen, gilt es für die Landwirte, nun Kosten zu sparen und die Produktion zu optimieren. Das geht sowohl im Ackerbau als auch in der Veredelung durch Viehzucht nur durch größere Einheiten.
Vorsitzender:
Ist das bei der aktuellen Politik durchführbar ?
Axel Meyer zu Wehdel:
Aktuell weht der politische Wind aus einer anderen Richtung als vorher und die Bauern sollen plötzlich in kleinere, weniger konkurrenzfähige Strukturen gepresst werden. Die sprunghafte Politik insbesondere in Niedersachsen ist für die Landwirte schwer umzusetzen und extrem schädlich. Wenn in der Landwirtschaft Investitionen für die nächsten 10 bis 15 Jahre getätigt werden, dann kann die Politik den Kurs nicht alle 5 Jahre ändern.
Vorsitzender:
Die Landwirtschaft hat aber auch ihre Probleme mit den Medien, in denen die aktuelle politische Richtung sehr positiv dargestellt wird.
Axel Meyer zu Wehdel:
Die Bevölkerung wird wild gemacht, indem man die Landwirtschaft in ein umwelt-unfreundliches Licht stellt. Leider tragen die Medien hierzu bei, auch weil sich Skandale besser verkaufen als aufklärende Berichterstattung. Mit der Initiative Tierwohl setzen die Landwirte ein Zeichen, daß sie auf die Wünsche der Verbraucher eingehen. Sie zeigen auf, daß sich deutsche Agrarerzeugnissen nicht nur durch hohe Qualität, sondern auch durch höchste Tierhaltungsstandards von anderen Erzeugerländern absetzen.
Vorsitzender:
Es ist zu hoffen, daß diese Initiative ein positives Echo findet.
Noch eine letzte Frage: Wie sehen Sie die Zukunft unserer Landwirtschaft ?
Axel Meyer zu Wehdel:
Den Landwirten stehen schwierige Zeiten bevor und da kann man nur auf eine sachliche Zusammenarbeit mit der Politik hoffen. Wenn Landwirtschaftspolitik weiter aus einem ideologischen und idealistischen Blickwinkel gemacht wird, darf sich unsere Rot-Grüne Landesregierung nicht über Bauernproteste in Hannover wundern.
Ich hoffe, daß diese nüchternen Einschätzungen nicht nur den Landwirten helfen, sondern auch den Verbrauchern die Augen öffnen, um die Erkenntnis zu gewinnen, das wir unsere qualitativ hochwertige und soweit wie möglich umweltfreundliche Deutsche Landwirtschaft brauchen.
Vorsitzender:
Vielen Dank für Deine Bereitschaft, Stellung zu nehmen.