„Keine Erhöhung der Samtgemeindeumlage durch Hallenbadneubau“

CDU-Gemeindeverband Ankum-Eggermühlen-Kettenkamp informierte zum Sachstand „Hallenbad“

Ankum. Zu einem öffentlichen Informations- und Diskussionsabend zum Thema „Hallenbad – Neubau oder Sanierung“ hatte der CDU-Gemeindeverband Ankum-Eggermühlen-Kettenkamp in das Hotel Raming eingeladen. Die entscheidende Frage nach Neubau oder Sanierung wurde dabei gleich zu Beginn des Abends mit einem Votum für einen Neubau beantwortet.

„Nur ein Neubau kommt aufgrund der abgängigen Bausubstanz und der maroden Technik in Frage“, so die Aussage des Gemeindeverbandsvorsitzenden Andreas Hettwer. Unterstützung bekam er hinsichtlich dieser Meinung vom Vorsitzenden des Bauausschusses der Samtgemeinde, Markus Frerker. Es sei lange nicht nur die Technik, die schon seit geraumer Zeit nicht mehr dem aktuellen Stand entspräche, sondern auch Baukörper und Tragwerk wiesen erhebliche Mängel auf, die eine teure Sanierung nicht rechtfertigten, erklärt er. Allen Beteiligten sei jedoch klar, dass ein Neubau nicht einem „Spaßbad“, sondern vielmehr einem Lehrschwimmbecken in aktueller Ausführung entsprechen solle, machte Hettwer unmissverständlich klar. Welche Breite und Länge einer sinnvollen Ausführung entsprächen, müssten die weiteren Planungen zeigen. So war beispielsweise von einigen Anwesenden zu hören, dass für die mögliche Neugründung von Schwimmsportgruppen eine 25-Meter-Bahn unverzichtbare Voraussetzung für optimales Training und mögliche Wettkämpfe sei.

Natürlich hängt die Ausführung des Neubaus ganz entscheidend von den Kosten ab. Zu den aktuell kursierenden Kostenschätzungen von vier bis sechs Millionen Euro äußerte sich Hettwer sehr zurückhaltend. „Zu diesem Zeitpunkt kann noch niemand absehen, was am Ende auf die Samtgemeinde zukommt“, so der Vorsitzende. Klar sei aber auch, „dass der finanzielle Spielraum der Samtgemeinde begrenzt ist und es durch diese einzelne Baumaßnahme nicht zu einer Erhöhung der Samtgemeindeumlage kommen darf“, positioniert sich der CDU-Gemeindeverband. Eine Frage aus dem Plenum, ob sich ein Neubau des Hallenbades nicht ähnlich der Ballsporthalle auch über einen Investor und nachgelagerter Vermietung an die Samtgemeinde finanzieren ließe, bot Diskussionsstoff für den weiteren Abend. Die durch den Bürgermeister der Stadt Bersenbrück ins Spiel gebrachte Überlegung, einen Hallenbad-Neubau an das Bersenbrücker Freibad anzugliedern, teilt der CDU-Gemeindeverband Ankum-Eggermühlen-Kettenkamp nicht, da eine ausgeglichene Infrastruktur innerhalb der Samtgemeinde anzustreben ist und eine deutlich günstigere Neubauausführung in Bersenbrück nicht nachvollziehbar erscheint.