Presseerklärung des Präsidenten des Europäischen Parlaments anlässlich der Bestätigung der Todesurteile gegen die bulgarischen Krankenschwestern durch den Libyschen Obersten Gerichtshof

Der Präsident des Europäischen Parlaments hat heute folgende Erklärung dazu abgegeben:

„Heute hat der Libysche Oberste Gerichtshof die Todesurteile gegen die fünf Bulgarischen Krankenschwestern und den Palästinensischen Arzt bestätigt. Sie werden seit Februar 1999 in Libyen festgehalten und sind angeklagt, angeblich hunderte Libysche Kinder mit HIV infiziert zu haben.

Mit großem Entsetzen erreicht uns diese Meldung, die uns sehr besorgt, die aber vor allem für die Betroffenen und ihre Angehörigen bestürzend ist. Persönlich begegnete ich Familienmitgliedern im April und ich möchte diesen auch auf diesem Weg unserer Solidarität und Unterstützung versichern in diesem dramatischen Moment. Und ich möchte den Angehörigen und Betroffenen in dieser dunklen Stunde ein Signal der Hoffnung übermitteln: Diese Entscheidung ist noch nicht das Ende des Verfahrens. Der Fall wird jetzt an den Hohen Libysche Richter Rat überwiesen.

Wir glauben daran, dass die Libyschen Autoritäten die notwendigen Schritte unternehmen werden, um das Todesurteil zu annullieren und Wege zu finden für eine rasche Lösung.

Erneut erklären wir unsere fundamentale Opposition zu einem Todesurteil, das gegen die menschliche Würde verstößt und erklären gleichzeitig unsere Solidarität mit den Opfern der HIV/Aids Infektion im Benghazi Krankenhaus.

Wir appellieren an die Libyschen Autoritäten, Milde walten zu lassen und die Bulgarischen Krankenschwestern und den palästinensischen Doktor frei zu lassen.“

Für weitere Informationen:
Robert A. Golański GSM: + 32 475 751 663
Jesús Gómez GSM: +32 498 983 309

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