Rede von Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering im polnischen Senat, Warschau, 2. Mai 2007

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, hält heute im polnischen Senat eine Rede zum Gedenktag der Verfassung von 1791 der Republik Beider Nationen, Polen-Litauen.

In seiner Rede würdigt Hans-Gert Pöttering die Verfassung von 1791 als älteste freiheitliche Verfassung auf dem europäischen Kontinent.

„Wir leben in Europa in Frieden und Freiheit wegen der Freiheit Polens und wegen der Freiheit Litauens. Wir alle sind stolz, dass Polen und Litauen als freie, demokratische Verfassungsstaaten wieder unter uns sind. (…)

Die Gedanken von 1791 gelten auch heute. Wir müssen die Lage nutzen, in der sich Europa heute befindet. Wir haben heute eine einzigartige Chance, die Sache der Freiheit, Einheit und Solidarität in der Europäischen Union voranzubringen. Heute haben wir eine tiefe Verpflichtung, die Prüfung unserer eigenen Zeit zu bestehen. Wir brauchen einen Konsens, was den Inhalt des Verfassungsvertrages angeht, und wir brauchen seine Ratifizierung vor den nächsten Wahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 2009″.

Hans-Gert Pöttering erinnert daran, dass alle Regierungschefs der Europäischen Union diesem Ziel im Rahmen der „Berliner Erklärung“ zugestimmt haben und dies ein viel versprechender Anfang sei, um den positiven Geist in der Europäischen Union wieder neu zu beleben.

Die Europäische Union sei heute das Europa ihrer Bürgerinnen und Bürger. Ein Europa, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt, ein Europa basierend auf gemeinsamen Werten, der Würde des Menschen, den Menschenrechten, der Toleranz, der Gleichberechtigung und der Nicht-Diskriminierung, ein Europa, in dem alle Bürgerinnen und Bürger ihr Leben nach ihren Vorstellungen in Freiheit und Sicherheit gestalten können.

Anschließend erklärte Hans-Gert Pöttering: „Mögen Polen und Litauen uns heute wieder inspirieren, aber mögen Polen und Litauen sich auch von den anderen Europäern inspirieren lassen und mit uns allen die Vision des geeinten Europa des 21. Jahrhunderts teilen“.

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