Präsident des Europäischen Parlaments, Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering, in der Knesset

Im Rahmen einer viertägigen Nahostreise sprach der Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, heute vor der Knesset in Jerusalem (13.00 Uhr Ortszeit).

In dieser Rede, die er in deutscher Sprache hielt, sprach sich Hans-Gert Pöttering für eine gemeinsame Konferenz – nach dem Vorbild der Madrid Konferenz 1991 – aus, “um über Frieden und Sicherheit, über die Zukunft der Entwicklung und über das friedliche Nebeneinander von Israel und einem palästinensischen Staat, in gesicherten Grenzen, ohne Gewalt und in guter Nachbarschaft zu verhandeln.” Israel, die Palästinenser, die arabischen Staaten und das Nahost-Quartett könnten gemeinsam über Format, Prozeduren und Inhalte einer solchen Konferenz nachdenken.

Hans-Gert Pöttering bekräftigte das Ziel einer Zwei-Staaten Lösung und bewertete die Friedensinitiative des saudi-arabischen Königs als Zeichen neuer Entschlossenheit in der arabischen Welt. “Wir sollten alle miteinander die Araber beim Wort nehmen. Wir sollten die Chance nutzen, die ihr Engagement eröffnet”.

Es wäre wünschenswert, wenn sich das Nahost-Quartett auch in der Region treffen könnte, denn “multilaterale Ansätze und eine besonnene Politik der kleinen Schritte – das ist der einzige Weg, um auf der Strasse des Friedens weiterzugehen”.

Jede Aussicht auf Lösung des Konfliktes sei nur auf Grundlage gegenseitigen Respekts möglich. “Die Menschen in Israel und Palästina sind durch die gleiche Würde verbunden. Gleichgültig ob Jude, Muslim oder Christ: die Würde eines jeden Menschen ist von gleicher Bedeutung”, sagte Hans-Gert Pöttering.

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Der Redetext ist im Internet verfügbar unter ‚Reden‘.
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Pöttering hat während seines Besuchs im Nahen Osten u.a. in Gaza Gespräche geführt mit dem Präsidenten und dem Außenminister der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas und Ziad Abu Amr sowie in Ramallah mit dem stellvertretenden Sprecher des palästinensischen Legislativrates, Hassan Khreishe. In Israel hat er mit Außenministerin Tzipi Livni gesprochen sowie heute mit der amtierenden Präsidentin Israels und Sprecherin der Knesset, Dalia Itzik, und mit Ministerpräsident Ehud Olmert. Morgen endet der Besuch im Nahen Osten mit einer Audienz bei König Abdallah von Jordanien in Amman

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