Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlaments, besucht die Gemeinschaft junger Einwanderer „Sant’Egidio“ auf der Piazza Santa Maria in Trastevere, Rom

Präsident Pöttering erklärte während des Treffens mit mehr als 100 Zuwanderern Folgendes:

„Diese Gemeinschaft ist ein wunderbares Bespiel für das Bemühen, auf dem gemeinsamen Fundament aufzubauen, das unsere verschiedenen Kulturen bilden. Die menschliche Würde ist ein Wert, den wir alle teilen.

Wir alle müssen unsere persönliche Verantwortung ernst nehmen, wir müssen uns jedoch auch daran erinnern, dass wir in Gemeinschaften leben und Verantwortung auch gegenüber anderen Mitgliedern dieser Gemeinschaft tragen.

Ein Dialog zwischen den Kulturen ist unerlässlich. Dieser Dialog ist notwendig, wenn wir in Frieden und gegenseitiger Achtung zusammenleben wollen.

Die eigene Kultur und Gemeinschaft zurückzulassen, ist eine sehr schwere Entscheidung. Wir in den Aufnahmeländern haben eine Verantwortung, die Zuwanderer bei der Integration in ihre neue Gemeinschaft und ihr neues Land zu unterstützen.

Wir müssen auf eine EU-Politik in diesem Bereich hinarbeiten. Angesichts des Phänomens der Zuwanderung brauchen wir gemeinsame Konzepte, da dies Auswirkungen auf die gesamte Europäische Union hat.

Es ist nicht hinzunehmen, dass so viele Menschen bei dem Versuch, die Küsten der EU zu erreichen, im Mittelmeer ihr Leben verlieren. Diese Menschen fliehen oft vor großer wirtschaftlicher Not oder aus Kriegsgebieten, und um diese Probleme müssen sich ihre europäischen Nachbarn kümmern“.

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Die Gemeinschaft Sant’Egidio:
Die Gemeinschaft Sant’Egidio entstand im Jahr 1968 in Rom und ist eine Laienbewegung, zu der mehr als 50 000 Personen gehören. Sie setzt sich in mehr als 70 Ländern der Welt für die Weitergabe des Evangeliums und den Dienst an den Armen ein.

Das Zentrum der Gemeinschaft befindet sich in der römischen Kirche Sant’Egidio, nach der sie auch benannt ist. Seit ihren Anfängen ist sie im Stadtviertel Trastevere und in Rom durch das Gebet und ihre Gastfreundschaft gegenüber den Armen und den Pilgern ständig präsent.

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