Hans-Gert Pöttering zum Gedenken an den Ungarnaufstand 1956

Anlässlich einer Gedenkfeier an den Ungarnaufstand 1956 hat der Vorsitzende der EVP-ED-Fraktion im Plenum des Europäischen Parlaments erklärt:

„Wir gedenken heute des Aufstandes der Bevölkerung in Ungarn vor 50 Jahren, als die Menschen sich verzweifelt gegen eine totalitäre Diktatur erhoben haben. Wir gedenken heute der Ereignisse und der Menschen im Herbst 1956, weil sie es für uns alle getan haben. Sie haben der Idee der Freiheit, des Rechts und der Demokratie Ehre erwiesen. Sie haben die Würde des Menschen verteidigt und gestärkt. Sie haben Würde gezeigt noch dort, wo sie von Panzern überrollt wurden. Sie sind für uns alle geflohen, haben für uns alle gelitten und damit für uns alle über Jahre und Jahrzehnte die Erinnerung wach gehalten“.

„Was mit der ersten Grossdemonstration in Budapest am 23. Oktober 1956 begann und mit dem Einmarsch sowjetischer Truppen am 4. November 1956 endete, war eine Revolution der Freiheit“, sagte Pöttering. „Die Menschen in Ungarn haben für Europa gehandelt, sie sind Teil der europäischen Identität. Nichts könnte die Strahlkraft ihrer Ziele besser verdeutlichen als die Tatsache, dass wir heute des ungarischen Volksaufstandes 1956 gedenken und frei gewählte Vertreter des ungarischen Volkes unter uns haben. Ungarns Freiheit ist Europas Freiheit geworden und Europas Freiheit bleibt Garant für Ungarns Freiheit“.

Angesichts der gegenwärtigen politischen Lage in Ungarn rief Pöttering alle Beteiligten auf, besonnen und verhältnismäßig zu handeln und nicht mit Gewalt gegen friedliche Demonstranten vorzugehen. Das Recht friedlicher Demonstranten müsse respektiert werden und es dürfe nicht mit Gewalt gegen sie vorgegangen werden.

Pöttering begrüßte, dass es auf der Grundlage einer Einigung der ungarischen Abgeordneten gelungen sei, eine gemeinsame Entschließung zwischen den Fraktionen zu diesem Thema zu erarbeiten. Dies sei ein Beweis, dass die politischen Kräfte im Europäischen Parlament über tagespolitischen Streit hinaus gemeinsamen Grundsätzen der Freiheit und der Demokratie verbunden seien.

Weitere Informationen: Katrin Ruhrmann, Tel.: +32 475 49 33 57

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