Hans-Gert Pöttering verurteilt Hinrichtung von drei Christen in Indonesien

Als eine Schande für Indonesien hat der Vorsitzende der EVP-ED-Fraktion im Europäischen Parlament, Hans-Gert Pöttering, die Hinrichtung von drei Christen in Indonesien bezeichnet.

Es sei zutiefst enttäuschend, dass die Hinrichtung trotz internationaler Proteste seitens u.a. der Europäischen Union und des Papstes vollzogen worden sei. „Die Todesstrafe ist eine unmenschliche Strafe, deren Abschaffung überall auf der Welt von uns gefordert wird“, erklärte Pöttering im Namen der EVP-ED-Fraktion.

Darüber hinaus sei das Verfahren gegen die drei Christen, die in Folge der gewalttätigen Unruhen im Jahr 2000 verurteilt worden waren, nicht fair gewesen und habe nicht internationalen Standards entsprochen. Zeugen, die die Unschuld der Angeklagten hätten beweisen können, seien nicht gehört worden. Auch gebe es ganz offensichtliche Hinweise, dass die drei Christen bei den Unruhen willkürlich herausgegriffen worden seien, während muslimische Rädelsführer unbehelligt geblieben seien.

Die EVP-ED-Fraktion verstehe und verteidige Toleranz und gegenseitigen Respekt als grundlegende demokratische Prinzipien und hält den Dialog zwischen den Religionen als Voraussetzung für den Frieden nicht nur in der Europäischen Union sondern überall in der Welt.

Hans-Gert Pöttering hatte sich gegenüber dem indonesischen Präsidenten in einem Schreiben vom 18. September gegen die Hinrichtung der drei Christen eingesetzt.

Weitere Informationen:

Katrin Ruhrmann, Tel.: +32 2 28 42573 oder mobil: +32 475 49 33 57

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