Hans-Gert Pöttering fordert Aufhebung der Todesstrafe für drei Christen in Indonesien

In einem Schreiben an den indonesischen Staatspräsidenten Susilo Bambang Yudhoyono hat der Vorsitzende der EVP-ED-Fraktion im Europäischen Parlament, Hans-Gert Pöttering, den indonesischen Präsidenten aufgefordert, die über drei indonesische Katholiken verhängte Todesstrafe aufzuheben.

Die Todesstrafe, die über die drei Katholiken – Fabianus Tibo, Dominggus da Silva und Marinus Riwu – wegen Beteiligung an den Unruhen im Jahr 2000, bei denen es 200 Todesopfer gegeben hatte, verurteilt wurden, soll in den nächsten Tagen vollstreckt werden.

In seinem Schreiben weist Pöttering darauf hin, dass dieses Urteil nicht nur gegen internationale Regeln verstoße, sondern es auch offenkundig sei, dass indonesische Sicherheitskräfte die drei Christen gezielt herausgegriffen hatten, während muslimische Rädelsführer unbehelligt blieben. Papst Benedict XVI sowie prominente Politiker haben sich bisher erfolglos für das Schicksal der zum Tode Verurteilten eingesetzt.

Die Vollstreckung der Todesstrafe an den drei Christen, so Pöttering weiter, wäre auch ein Affront gegen Tausende von Menschen in den USA und Europa, die mit hunderten Millionen Dollar den Opfern des Tsunami 2004 in Indonesien geholfen haben. Im Namen der EVP-ED-Fraktion appellierte Pöttering an den indonesischen Präsidenten, andere Religionen zu respektieren und zu tolerieren. Die EVP-ED-Fraktion betrachte Toleranz und gegenseitigen Respekt als grundlegende demokratische Prinzipien. Der inter-religiöse Dialog sei eine Notwendigkeit, um den Frieden nicht nur in Europa, sondern auch über dessen Grenzen hinaus zu sichern.

Weitere Informationen:

Katrin Ruhrmann, Tel.: +32 2 28 42573 oder mobil: +32 475 49 33 57

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