Hans-Gert Pöttering in der Debatte des Europäischen Parlaments zu Tschernobyl:

Höchste Sicherheitsstandards für die friedliche Nutzung der Kernenergie durchsetzen

Tiefes Mitgefühl gegenüber den Opfern und ihren Angehörigen der Tragödie in Tschernobyl vor 20 Jahren hat der Vorsitzende der EVP-ED-Fraktion im Europäischen Parlament, Hans-Gert Pöttering, in einer Aussprache mit Kommission und Rat anlässlich des 20. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl zum Ausdruck gebracht.

Tschernobyl sei aber auch eine Warnung im Hinblick auf den Umgang von Diktaturen mit der Kernenergie. Die Politik der damaligen Sowjetunion sei von einer menschenverachtenden Gleichgültigkeit gegenüber den Bewohnern der Städte und Dörfer um den Unglücksreaktor herum geprägt gewesen.

Heute müsse das Gedenken an Tschernobyl und die großen Leiden der Opfer vor allem Anlass sein, über die Verbesserung und die Gewährleistung der nuklearen Sicherheit nachzudenken.

Als großen Erfolg bezeichnete Pöttering, dass die neuen Mitgliedstaaten sich in den Beitrittsverträgen verpflichtet haben, Kraftwerke mit der Bauweise des Tschernobyl-Reaktors in den kommenden Jahren abzuschalten. Es sei deswegen wichtig, dass im Rahmen der Finanziellen Vorausschau 2007-2013 die Mittel für die Stilllegung dieser Kraftwerke schnell zur Verfügung gestellt werden. „Wir müssen solidarisch mit den Beitrittsländer handeln und dürfen sie nicht mit dem Problem allein lassen“, erklärte Pöttering.

In der Europäischen Union sei inzwischen ein hoher Sicherheitsstandard der Kernkraftwerke erreicht worden. Ziel müsse es sein, diesen auch in den Nachbarländern der Europäischen Union durchzusetzen.

Darüber hinaus müsse die Forschung im Bereich der Reaktorsicherheit gefördert werden. „Unser politisches Ziel ist es, höchste Sicherheitsstandards für die friedliche Nutzung der Kernenergie als Teil einer sicheren und gesicherten Energieversorgung Europas zu gewährleisten“, erklärte Pöttering.

Weitere Informationen: Katrin Ruhrmann, Tel.: +32 284 2573 oder Handy: +32 475 49 33 57

Schreibe einen Kommentar


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.