H.-G. Pöttering fordert Einbeziehung des christlichen Erbes in EU-Verfassung

– Appell an Bundeskanzler Schröder und EU-Ratspräsident Ahern –

Hans-Gert Pöttering, Vorsitzender der EVP-ED-Fraktion im Europäischen Parlament und Spitzenkandidat der CDU Deutschlands für die Wahlen zum Europäischen Parlament, hat vor dem morgigen Treffen von EU-Ratspräsident Bertie Ahern und Bundeskanzler Gerhard Schröder an beide appelliert, sich für den Vorschlag einer großen Zahl von EU-Staaten aufgeschlossen zu zeigen, die eine Erwähnung „insbesondere der jüdisch-christlichen Wurzeln“ in der künftigen EU-Verfassung vorgeschlagen haben. Pöttering sagte, erst ein solcher Bezug – in der Präambel zur Verfassung – stelle eine angemessene historische und kulturelle Verankerung der Verfassung dar:

„Wer Europa nur als Wirtschaftsraum oder Rechtsgemeinschaft versteht aber unsere gemeinsamen kulturellen Wurzeln ignoriert, braucht sich über eine emotionale Distanz vieler Menschen zum europäischen Projekt nicht zu wundern. Unser Europa ist auch eine Gemeinschaft der Werte und kulturellen Traditionen.“

Pöttering wies gleichzeitig darauf hin, dass der Verfassungsentwurf auch in seiner jetzt vorliegenden Form schon Hinweise auf das christliche Erbe Europas enthalte. Durch die Einbeziehung der Grundrechtecharta werde das christliche Menschenbild zu einer wichtigen Grundlage des Vertrages.

Darüber hinaus werde in Artikel 51 des Vertragsentwurfes ausdrücklich der Status der Kirchen und weltanschaulichen Gemeinschaften anerkannt.

„Eine Verankerung der jüdisch-christlichen Wurzeln in der Präambel der Verfassung soll niemanden ausschließen, sie ist vielmehr Beschreibung der Grundlagen unserer Gesellschaft und Verpflichtung zu Toleranz und Nächstenliebe“, so Pöttering abschließend.

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