H.-G. Pöttering: Ölpreisanstieg verlangt europäische Strategie

Gegen US-Dollar als alleinige „Ölwährung“ für den Euro-Raum

Der Vorsitzende der Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) und Europäischer Demokraten (EVP-ED) im Europäischen Parlament und Spitzenkandidat der CDU Deutschlands für die Wahlen zum Europäischen Parlament, Hans-Gert Pöttering, hat die Europäische Kommission aufgefordert, als Reaktion auf die Ölpreisentwicklung der vergangenen Monate eine europäische Strategie zur mittelfristigen Stabilisierung der Rohölpreise vorzulegen.

In einem Schreiben an die für Energiepolitik zuständige stellvertretende Präsidentin der EU-Kommission, Loyola de Palacio, forderte der Vorsitzende der größten Fraktion im Europäischen Parlament die EU-Kommission auf, sowohl kurzfristige Lösungswege zu einer Verstetigung des Preisniveaus zu skizzieren als auch dem neugewählten Europäischen Parlament nach der Sommerpause eine Strategie vorzuschlagen, wie die Europäische Union den wirtschaftlichen Risiken dauerhaft steigender Ölpreise begegnen könne und die Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann.

Pöttering wies auf die Gefahren weiter steigender Ölpreise für den sogenannten „Lissabon-Prozess“ einer dynamischen europäischen Wirtschaftsentwicklung hin, sowohl für die Produktionskosten rohstoffintensiver Branchen als auch für den privaten Konsum. Es sei Aufgabe der EU-Kommission, sowohl neue Strategien für den künftigen Umgang mit einem endlichen Rohstoff zu entwickeln als auch die außenpolitischen Konsequenzen sich ändernder Lieferströme zu berücksichtigen.

Denkbar sei dabei die Entwicklung einer Korb-Währung aus US-Dollar, Euro und anderen europäischen Währungen, um den Ölpreis in der Europäischen Union besser von Schwankungen des US-Dollars abzukoppeln. Auch müsse die Europäische Union nach Wegen suchen, sich gegen mögliche Versorgungskrisen besser als bisher abzusichern.

Schreibe einen Kommentar


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.