Hans-Gert Pöttering zum Gründungskongress der europäischen Grünen in Rom

Pöttering erinnerte daran, dass die Christdemokraten in Europa sich bereits seit Gründung der Europäischen Volkspartei (EVP) am 29. August 1976 als erste europäische politische Partei organisiert haben. Heute gehören der EVP christdemokratische und konservative Parteien aus allen Ländern der Europäischen Union, außer Großbritannien, an, sowie auch aus den Ländern, die am 1. Mai 2004 der Europäischen Union beitreten werden. Die EVP hat seit drei Jahrzehnten eine gemeinsame europäische Politik ihrer Mitgliedsparteien formuliert und damit entscheidend zur europäischen Integration beigetragen. „Gerade im Zusammenhang mit der institutionellen Entwicklung hat die EVP als eine starke europäische Partei entscheidende Impulse gegeben für mehr Demokratie in der Europäischen Union, wie beispielsweise beim Ausbau der Rechte des Europäischen Parlaments als Gesetzgeber und Haushaltsbehörde. Am 4. Februar 2004 hat der Kongress der EVP das Wahlmanifest für die Europawahlen und das Aktionsprogramm für die nächste Legislaturperiode verabschiedet“, erklärte Pöttering.

„Wir wünschen den Grünen, dass es ihnen gelingt, eine große Gemeinsamkeit für starke europäische Institutionen und die Fortentwicklung der europäischen Integration herzustellen, wie dies der EVP seit ihrer Gründung vor 28 Jahren gelungen ist“, erklärte Pöttering.

Der gesamteuropäische Anspruch der Grünen sei allerdings noch weit von der Wirklichkeit entfernt, da sie parlamentarisch in den Ländern Mittel- und Osteuropas kaum vertreten seien. Von den 162 Beobachtern aus den neuen Mitgliedsländern im Europäischen Parlament gehöre so auch nur ein Beobachter der Fraktion der Grünen an.

Weitere Informationen: Katrin Ruhrmann, Tel.: +32 475 493357

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