„Made in Germany“ muss als Markenzeichen erhalten bleiben!

Zu den Plänen der EU-Kommission für die Abschaffung nationaler Herkunftszeichen erklärten der CDU-Spitzenkandidat für die Europawahl, Hans-Gert Pöttering, und CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer am 13. Januar:

Das Gütesiegel „Made in Germany“ ist seit Jahrzehnten in aller Welt als Markenzeichen für deutsche Wertarbeit bekannt. Es darf nicht durch die anonyme Herkunftsbezeichnung „Made in the EU“ abgelöst werden. Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit einer Harmonisierung des europäischen Marktes: Diese Schnapsidee der Brüsseler Bürokratie lehnen wir genauso entschieden ab wie alle Bestrebungen für eine eurokratische Gleichmacherei! Gerade die nationale und die regionale Identifizierung von Produkten ist Teil unseres Reichtums, den wir uns nicht kaputt machen lassen.

Zudem setzt eine solche Form der Überreglementierung die Akzeptanz des europäischen Gedankens in der Bevölkerung aufs Spiel. Denn man kann weder die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland noch die Betriebe dazu zwingen, auf die Identifizierung mit den von ihnen hergestellten Produkten zu verzichten. Damit einherginge ein unschätzbarer Verlust von Traditionen, auf die die Menschen doch zu recht stolz sind.

Aber auch die Konsumenten haben ein Anrecht darauf zu erfahren, in welchem europäischen Land eine Ware hergestellt wurde. Da Deutschland den Wettbewerb um die billigsten Produkte nicht gewinnen kann, muss es auf dem internationalen Markt mit Qualität überzeugen. Und hier gilt nach wie vor: „Made in Germany“ ist ein Garant für Zuverlässigkeit.

Für die Wirtschaft beinhaltet dieses Gütesiegel auch weiterhin die Verpflichtung, dass die einzelnen Komponenten des Produktes tatsächlich in Deutschland gefertigt wurden. Nur wo deutsche Wertarbeit drin ist, darf auch „Made in Germany“ draufstehen.

Deshalb fordern wir die rot-grüne Bundesregierung auf, dieses Gütesiegel in Brüssel nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Das Markenzeichen „Made in Germany“ muss erhalten bleiben. Alles andere ist absurd, unnötig und widerspricht im Übrigen auch dem Gebot der Subsidiarität in der Europäischen Union.

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