Hans-Gert Pöttering: Dialog mit der islamischen Welt vertiefen

Begegnung mit Botschaftern aus arabischen Ländern in Brüssel

Zu einem Gespräch über aktuelle außenpolitische Fragen kamen heute der Vorsitzende der EVP/ED-Fraktion im Europäischen Parlament, Hans-Gert Pöttering und der Fraktionsbeauftragte für den Arabischen Raum, Edward McMillan-Scott, mit den Botschaftern sechs arabischer Staaten sowie des Vertreters der Arabischen Liga in Brüssel zusammen. Im Mittelpunkt der vom saudi-arabischen Botschafter bei der Europäischen Union, Nassir Al-Assaf, als Doyen der arabischen Botschafter initiierten Begegnung standen insbesondere die aktuelle Irak-Krise, die Nahost-Frage sowie die internationalen Menschenrechte.

Beide Seiten stimmten darin überein, dass die vom „Quartett“ aus EU, USA, Russland und den Vereinten Nationen vorbereitete Wegskizze („road map“) für Palästina schnellstmöglich vorgelegt werden soll und der Dialog Israel – Palästina neu belebt werden muss. Ziel müsse es sein, sowohl sichere Grenzen für Israel als auch einen sicheren Status für Palästina zu garantieren.

Die aktuelle Irak-Krise dürfe in der arabischen Welt nicht den Eindruck entstehen lassen, in der westlichen Welt gebe es anti-arabische Strömungen. Niemand in Europa oder den USA wolle einen „clash of civilisations“. Allerdings müsse die Feststellung erlaubt sein, so Pöttering, dass die Wurzel des Konflikts nicht in Washington liege, sondern in der Person und im Verhalten des irakischen Diktators Saddam Hussein. Beide Seiten stimmten überein, dass eine friedliche Lösung auf Vermittlung der Vereinten Nationen vorrangig anzustreben ist.

Fraktionsvorsitzender Pöttering erneuerte die Bereitschaft seiner Fraktion zum Dialog mit dem Islam und erinnerte daran, dass in seiner Fraktion nicht nur die in der EU vorherrschenden christlichen Religionen, sondern z.B. auch Abgeordnete moslemischen und jüdischen Glaubens vertreten seien. Die EVP/ED-Fraktion lege seit jeher großen Wert auf den Dialog zwischen den Religionen, der eine gegenseitige Respektierung des Anderen voraussetze.

Die weiteren Teilnehmer des Gespräches waren Aicha Belarbi, Botschafterin Marokkos bei der Europäischen Union, Abdulazeez Al-Sharikh, Botschafter Kuwaits, Soliman Awaad, ägyptischer Botschafter, Alia Bouran, Botschafterin Jordaniens, Chawki Armali, Bevollmächtigter Palästinas sowie Mohamed Zaaf, Leiter des Verbindungsbüros der Arabischen Liga in Brüssel.“

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