05/02/2002: Hans-Gert Pöttering fordert Sharon und Arafat zur Wiederaufnahme des Dialogs auf/ Hans-Gert Poettering calls upon Sharon and Arafat to take up again the dialog

Mit allem Nachdruck hat der Vorsitzende der EVP-ED-Fraktion im Europäschen Parlament, Hans-Gert Pöttering, den israelischen Ministerpräsidenten Sharon und Palästinenserführer Arafat dazu aufgerufen, den Dialog und die Partnerschaft im Nahen Osten fortzusetzen und die Spirale der Gewalt zu durchbrechen.

Pöttering kritisierte jüngste Äußerungen von Sharon gegenüber der israelischen Zeitung, Maariv, wonach Sharon Bedauern darüber geäußert habe, dass Arafat 1982 im Libanon nicht eliminiert worden sei. Solche Äußerungen seien unverantwortlich und trügen zu der Eskalation von Gewalt und Hass bei. Gleichzeitig verwehrte sich Pöttering auch gegen Sharons Vorwurf an die Kritiker seiner Politik, die er des Antisemitismus bezichtige. „Eine solche Haltung ist zynisch. Jeder Politiker ist der Kritik der Öffentlichkeit ausgesetzt, davon ist auch Israel, nicht ausgenommen“. „Das Leben eines Christen oder Nicht-Christen in Europa, eines Juden oder Israelis in Jerusalem oder Tel Aviv, eines Moslems und Palästinensers in Ramala oder in Gaza habe den gleichen Wert und die gleiche Würde.“

Es sei eine große Aufgabe für die Europäer, gemeinsam mit den USA zum Frieden im Nahen Osten beizutragen. Pöttering sprach dem Hohen Repräsentanten Solana und EU-Kommissar Patten die Unterstützung seiner Fraktion bei dieser wichtigen Aufgabe aus.

Arafat sei der gewählte Präsident Palästinas und damit Verhandlungspartner. „Wir fordern Sharon und Arafat auf, gemeinsam den Frieden zu beginnen für eine menschenwürdige Zukunft im Nahen Osten“, erklärte Pöttering.

Weitere Informationen:
Katrin Ruhrmann, Tel: +32 475 493357

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