Pöttering: Französische Position zur Osterweiterung ist nicht annehmbar / Entscheidung über den Erweiterungskalender erst in zwölf Monaten möglich

– Treffen des EVP/ED-Fraktionsvorstandes mit den nationalen
Fraktionsvorsitzenden der EVP-Mitgliedsparteien der Beitrittsstaaten –

Die Forderung des französischen Aussenministers Vedrine, die EU-Osterweiterung in einem Zug durchzuführen und zwölf Beitrittsbewerber gleichzeitig aufzunehmen, hat der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Hans-Gert Pöttering, abgelehnt. Bei einer Sitzung des EVP-Fraktionsvorstandes mit den Fraktionsvorsitzenden der EVP-Mitgliedsparteien in den nationalen Parlamenten der Beitrittsstaaten Mittel- und Osteuropas sagte Pöttering in Brüssel, es handele sich um einen nicht annehmbaren Vorschlag.

„Würde man den Vorschlag Vedrines in die Realität umsetzen, müssten entweder alle beitrittsbereiten Länder auf den Tag warten, an dem auch die letzten Kandidaten den Gemeinschaftsacquis erfüllen oder die Gemeinschaft müsste mit allen Bewerbern bereits im nächsten Jahr entsprechende Abkommen abschliessen. Ein ‚Big Bang‘ schon 2002/2004 würde aber nicht nur manche der Bewerberländer ökonomisch überfordern, sondern auch die Grenzen der Belastbarkeit des Gemeinschaftshaushaltes übersteigen“, so Pöttering; eine Entscheidung, welche der Bewerber wann aufgenommen werden, könne realistischerweise erst im Herbst 2002 getroffen werden.

Weitere Informationen: Katrin Ruhrmann, Tel.: +32 475 49 33 57

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