Landtagswahl 2017: Wahlkreis 73! Quakenbrücker Christian Calderone kandidiert für die CDU!

Will sein Mandat im Niedersächsischen Landtag verteidigen: Christian Calderone tritt für die CDU im Wahlkreis 73 an. Foto: Jörn Martens/Archiv

noz 01.10.2017 Quakenbrück. Die vorgezogene Landtagswahl hat den Kalender von Christian Calderone ziemlich durcheinandergewirbelt. Dass es in der Politik oft anders kommt als gedacht, weiß der 40-jährige CDU-Landtagsabgeordnete aber nicht erst seit 2013.
Direktmandat im ersten Anlauf erobert

Mit 58 Prozent erobert der Quakenbrücker damals das Direktmandat im Wahlkreis 73. Der erste Anlauf gelingt. Seither vertritt Christian Calderone die vier Samtgemeinden im Altkreis Bersenbrück, Neuenkirchen-Vörden und Damme aus dem Kreis Vechta im Landtag. Eine CDU-Hochburg zwischen Ems und Elbe, ein Wahlkreis, den er bei seiner einstimmigen Nominierung im Januar 2017 so beschreibt: „Eine wirklich gute Mischung aus Regionalität, Werteverbundenheit und Tradition, aus Aufbruch, Fortschritt und Weltoffenheit“.
Politik als Kunst des Möglichen

Was es heißt, Anwalt der Region zu sein, hat der Jurist zuvor hautnah erlebt. Drei Jahre arbeitet er für Reinhold Coenen, der Ankumer CDU-Politiker war bis zu seinem Tod 2011 mehr als 17 Jahre Landtagsabgeordneter. Und längst aus eigenem Erleben weiß Christian Calderone, dass Politik immer nur die Kunst des Möglichen ist, oft den Kompromiss fordert und genauso den Machtinstinkt braucht, wenn um die beste Lösung gerungen wird. – ob nun im Stadtrat oder im Landtag.

1996 tritt der gebürtige Bremer, dessen Vater Italiener und dessen Mutter Deutsche ist, in die CDU ein. Als Katholik engagiert sich in der Kirchengemeinde St. Marien, ist Jugendleiter, Lektor, Mitglied im Pfarrgemeinderat. Auf Abitur und Zivildienst folgt das Jura-Studium.
Seit 16 Jahren Sitz und Stimme im Stadt- und Samtgemeinderat

2001 gelingt Christian Calderone im zweiten Anlauf der Sprung in die Kommunalpolitik. Mit 24 Jahren gehört er zu den jungen Gesichtern im Quakenbrücker Stadtrat und im Rat der Samtgemeinde Artland. Schnell werden auch Politiker auf Kreisebene auf den Polit-Youngster aufmerksam, 2010 übernimmt er den CDU-Vorsitz im Osnabrücker Land. Seit 2011 sitzt er auch im Kreistag.

Die Bilanz nach fast fünf Jahren im Landtag: In sieben Ausschüssen hat der CDU-Politiker mitgearbeitet, im Sonderausschuss zur Stärkung der Patientensicherheit und des Patientenschutzes ist er Vorsitzender. Eine Arbeit, die bundesweit Aufsehen erregt. Über Jahre hat der Krankenpfleger Niels H. unentdeckt im Delmenhorster Klinikum Patienten getötet. Der Ausschuss soll Schwachstellen ausmerzen helfen.
Wahlkampfmotto: „Engagiert für unsere Region“

„Engagiert für unsere Region“ – so überschreibt Christian Calderone seinen Wahlkampf. Viele Themen kennt er aus der Kommunalpolitik: eine Bildungsregion mit vielfältigem Schulangebot, eine gute ärztliche Versorgung, Investitionen in die digitale Infrastruktur, Ausbau der Polizeipräsenz, Stärkung der Wirtschaft und Landwirtschaft und nicht zuletzt des gesellschaftlichen Miteinanders. Dafür will er sich einsetzen – als Anwalt der Region, natürlich am liebsten als Teil der Regierungsfraktion.

Workshop zur Neugestaltung! Wie soll Quakenbrücker Sportplatz genutzt werden?

Ein Sportplatz für die Neustadt? Eindeutig ja, meinten die Interessenten beim Brainstorming mit Quartiersmanagerin Mareike Schmidt im MGH. Foto: Bernard Middendorf

noz 21.08.2017 Quakenbrück. „Wir möchten die Bürger vor Ort einbeziehen“, eröffnete Mareike Schmidt im Mehrgenerationenhaus (MGH) einen Workshop zur Wiederbelebung der Sportanlage an der Tilsiter Straße.

Die Quartiersmanagerin erläuterte, dass der Platz als Gemeinbedarfseinrichtung – so das etwas holprige Behördendeutsch – zu einem Begegnungsort werden solle; das sei ein Ziel des „ Städtebaulichen Rahmenplans Neustadt-West “, den der Rat der Stadt Quakenbrück im Dezember beschlossen hat. Verschiedene „Big Player“ wie Schulen, Krankenhaus oder Bundeswehr habe sie im Vorfeld angesprochen, sagte die Quartiersmanagerin. Das Interesse an einer Neugestaltung des Fußballplatzes sei groß, der Plan, dort wieder sportlich aktiv werden zu können, werde begrüßt. Ideen dazu gab es reichlich in der kleinen, aber sehr effektiven Arbeitsgruppe, die per Brainstorming Vorschläge, Probleme und Herausforderungen sammelte.
Parallelen zwischen Neustadt und Neukölln?

Die Verwirklichung der Pläne in einem sozialen Brennpunkt würde den Bereich in der Nähe des Königsberger Platzes aufwerten, freute sich Heinrich Bley. Bedarf sei genug vorhanden, der Stadtteil wachse rasant. „Die Neustadt hat doch was! Viele leben wie ich gerne hier. Ich vergleiche die Entwicklung immer mit Neukölln.“ Ein Sportplatz gehöre einfach hierher; er sehe gute Chancen, Nachwuchs von der Straße zu holen und die Jugendabteilung auszubauen, meinte der Trainer des Vereins Schwarz-Weiß. Er befürworte auch ein Basketballfeld. Wenn Migranten und Deutsche zusammen trainierten, wäre viel erreicht. Vielseitige Sportmöglichkeiten mit Kabinen, Duschen und Gruppenräumen wären wünschenswert, waren sich die Teilnehmer einig.
Bolz- und Grillplatz für junge Familien?

Ingeborg Scheier fand gemeinsame Aktivitäten mit ausländischen Mitbürger n ebenfalls sinnvoll, „damit sich niemand ausgegrenzt fühlt. Viele leben doch schon lange hier. Die Mädchen zum Beispiel möchten gern tanzen.“ Erste Aktivitäten machten Hoffnung. Bessere Integration durch eine Sportanlage – am liebsten auch für Leichtathletik – mit Raumangebot und Büro, erhofft sich auch Christos Tsimpliaridis, Vorsitzender von SW Quakenbrück. Er sei gespannt auf das Konzept, „aber hier vor Ort und nicht in Menslage“. Eine Anwohnerin erwähnte den Zuzug junger Leute und Familien mit Kindern, die froh wären über einen Bolz- oder Grillplatz, über Fitness- und Spielgeräte. Sie fühle sich in der Neustadt sicher, aber Anlage und Parkplätze müssten beleuchtet und beaufsichtigt werden. Das könne jeweils ein Vater übernehmen, schlug Tsimpliaridis vor, der auf Einnahmen durch Bandenwerbung setzt. Die Runde stimmte überein, dass nicht nur ein einziger Verein die Einrichtungen nutzen solle.
Zahlreiche konkrete Vorschläge und Wünsche

Man sei auf dem richtigen Weg. Die zahlreichen kreativen Vorschläge bewiesen, dass es vielfältige konkrete Wünsche zum Plan eines Sportplatzes mit gut strukturierten Angeboten gebe, fasste Mareike Schmidt zusammen. Positiv vermerkte sie, dass große Einrichtungen wie das THW, Bundeswehr, Schulen oder die Physiotherapie am Christlichen Krankenhaus starkes Interesse zeigten.