Übernachtungsstelle wiedereröffnet! Zukunft der Emmaus-Unterkunft in Quakenbrück gesichert!

An die Anfänge der Emmaus-Unterkunft erinnert das Schild, das Marlene Schröder (Vierte von links) während der Einweihungsfeier präsentierte. Mit dabei (von links): Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe, Herbert Macke, Ulrich Friedrichs, Bürgermeister Matthias Brüggemann, Monika Schnellhammer, Pfarrer Bernhard Lintker. Foto: Christian Geers

noz 20.01.2017 Quakenbrück. Schon seit Dezember steht die renovierte Emmaus-Unterkunft in Quakenbrück Wohnungslosen als Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung. Am Freitagmittag ist sie wiedereröffnet worden.

Die Wohnungstür im Haus Friedrichstraße 56 im Stadtteil Neustadt ist mit bunten Luftballons geschmückt. „Viel Glück im neuen Heim“, steht auf einem weißen Blatt Papier geschrieben, das im Türrahmen hängt. Drinnen, in der Wohnung, stehen Gäste an Tischen, sitzen im Wohnzimmer zusammen, stehen in der Küche, unterhalten sich, es wird gelacht. Die Stimmung ist herzlich. So sieht es gewöhnlich aus, wenn ein neuer Mieter in ein Haus einzieht und Nachbarn und Freunde zur Einweihungsparty und zum Kennenlernen einlädt. Doch etwas ist anders. Den einen Mieter gibt es nicht, und das Wort Party wirkt irgendwie unpassend. Treffender ist es wohl, von einer kleinen Einweihungsfeier zu sprechen, mit der die Emmaus-Unterkunft, eine Übernachtungsstelle für Wohnungslose, offiziell wiedereröffnet wird.
Übernahme der Trägerschaft am 1. Dezember

Monika Schnellhammer, ist die Freude anzusehen, als sie die Gäste begrüßt. Dank einer engen Zusammenarbeit zwischen Caritas, Stadt Quakenbrück, Samtgemeinde Artland und der katholischen Pfarreiengemeinschaft im Artland sei es möglich geworden, „das Angebot der Emmaus-Übernachtungsstelle künftig noch besser zu gewährleisten“, sagt die Geschäftsführerin des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Osnabrück. Zum 1. Dezember hatte der Verband die Trägerschaft der Einrichtung übernommen.

Auch Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe begrüßt ausdrücklich, dass trotz „komplizierter Verhandlungen“ die Zukunft der Emmaus-Unterkunft gesichert worden sei. Es sei notwendig geworden, „dem Ganzen einen festen vertraglichen Rahmen zu geben“.
Angebot in erster Linie für Durchreisende

In erster Linie richtet sich das Angebot an durchreisende Wohnungslose. Nach Absprache mit allen Beteiligten kann die Samtgemeinde Artland in Ausnahmefällen auch städtische wohnungslose Menschen kurzfristig in der Unterkunft beherbergen. „Um das unter einem Dach zu vereinen, hat es vieler Einzelverhandlungen bedurft“, erinnert sich der Samtgemeindebürgermeister. Vor allem aber freue ihn, dass auch die Ehrenamtlichen in die künftige Arbeit wie bisher eingebunden würden. „Ohne sie wäre die ganze Konstruktion nicht vorstellbar.“
„Menschenwürdige Unterkunft“

In Quakenbrück gebe es eine „menschenwürdige Unterkunft“, merkt Ulrich Friedrichs, Referent für Wohnungslosenhilfe im Caritasverband für die Diözese Osnabrück und Geschäftsführer der Zentralen Beratungsstelle (ZBS) Niedersachsen, an. Das sei nicht überall der Fall. Er lobt die gefundene Kooperation, die professionell arbeitenden Ehrenamtlichen, „die ein unverzichtbarer Bestandteil des Angebots sind“. Sie kümmern sich um die Hilfesuchenden, sorgen für einen reibungslosen Ablauf und nehmen sich auch einmal Zeit für die Bewohner, die es nach Quakenbrück führt.
Ein Zuhause für jeden

Herbert Macke hört die Worte sicher gerne. Seit 2016 gehört der Quakenbrücker zum 15-köpfigen Helferkreis. Dieser organisiert täglich den Aufschließdienst. Allabendlich zwischen 18 und 18.15 Uhr warten Macke und seine Mitstreiter wie Marlene Schröder, die seit Anfang an dabei und „die gute Seele des Hauses ist“, auf durchreisende Wohnungslose, die bis zu drei Nächte in der kleinen, in warmen Farben gestalteten Wohnung verbringen können. Es gibt alles, was sie brauchen: ein modernes Bad, eine volleingerichtete Küche, ein kleines Wohnzimmer mit Fernsehapparat. In zwei Räumen gibt es drei Übernachtungsplätze. „In dieser schönen Wohnung kann jeder ein Zuhause finden“, sagt Macke. Am Schluss der kleinen Einweihungsfeier geht Pfarrer Bernhard Lintker durch die einzelnen Räume und segnet sie.
Finanzierung für die nächsten fünf Jahre gesichert

Die Finanzierung der Emmaus-Unterkunft ist nach Angaben des Caritasverbandes für die nächsten fünf Jahre gesichert – dank einer Spende in Höhe von 2000 Euro der Gemeinnützigen Stiftung der Kreissparkasse Bersenbrück und dank der Spendenakquise, die der Rotary Club Bersenbrück Altkreis ins Leben gerufen hatte. Dessen Mitglieder hatten für das Anliegen der Emmaus-Unterkunft geworben und viele Sponsoren gewonnen, die gerne gaben, aber anonym bleiben wollten.

Wahlkreiskonferenz in Vörden! Nordkreis-CDU einstimmig für Landtagskandidat Calderone!

Christian Calderone (Mitte) wurde einstimmig gewählt. Ex-Bundestagsabgeordneter Reinhard von Schorlemer (links), Landtagskollege Stefan Siemer, stellvertretende Kreisvorsitzende Maren von der Heide und der Versammlungsleiter Friedhelm Biestmann – stellvertretender Landrat im Kreis Vechta – gratulierten ihm. Foto: Steffen Menkhaus

noz 18.01.2017 stem Neuenkirchen-Vörden. Der Saal im Gasthof Wellmann in Vörden war gut gefüllt. 81 Mitglieder der CDU hatten sich getroffen, um im Wahlkreis 73 ihren Kandidaten für die Landtagswahl im Januar 2018 zu nominieren. Und sie votierten einstimmig für Christian Calderone.

Seit 2013 wird der Wahlbezirk, der die Samtgemeinden Artland, Bersenbrück, Fürstenau, Neuenkirchen/Br. sowie die Stadt Damme und die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden umfasst, im Nds. Landtag bereits durch den Quakenbrücker Christdemokraten vertreten. Auf Vorschlag der CDU-Mitglieder soll Calderone auch bei der nächsten Landtagswahl als Kandidat ins Rennen gehen. Und, um es kurz zu machen: Genau so wird es kommen. Bei der Aufstellungsversammlung konnte er – ohne Gegenkandidaten – sämtliche Parteimitglieder hinter sich versammeln und wurde mit 81 Stimmen gewählt.

Zuvor ließen die versammelten Unions-Mitglieder die vergangenen vier Jahre in der Landespolitik Revue passieren. Maren von der Heide, stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU, eröffnete den Abend zudem mit dem Hinweis, dass die Wachstumsregionen Landkreis Osnabrück und Vechta wirtschaftlich stark seien „und daher auch einen starken Kandidaten im Landtag benötigen“. Dabei hob sie vor allem den Niedersachsenpark bei Rieste und Neuenkirchen-Vörden als wichtiges Wirtschaftselement hervor.
Ein bisschen Osnabrücker Land und ein bisschen Südoldenburg

Nach der Abhandlung diverser Formalien richtete auch Stefan Siemer, Landtagsabgeordneter und Kreisvorsitzender der Christdemokrate in Vechta einige Worte an seine Parteifreunde. Er stellte u.a. die „gute Zusammenarbeit zwischen Osnabrück und Vechta“ heraus und lobte die persönliche Zusammenarbeit mit Calderone im Landtag. Dieser leiste dort sei vier Jahren „hervorragende Arbeit“, so Siemer. Sowohl Ansgar Brockmann, Bürgermeister von Neuenkirchen-Vörden, als auch Friedhelm Biestmann, der zum Versammlungsleiter bestimmt worden war, lobten anschließend in ihren Ansprachen den Niedersachsenpark als wichtigen Wirtschaftsfaktor.

Unmittelbar vor der Kandidatenwahl trat auch Calderone selbst an das Rednerpult. Er bedankte sich zunächt bei allen Parteifreunden und Unterstützern für deren Hilfe bei der Wahlkreisarbeit. Und lobte – genau wie Brockmann – die Wahl des Versammlungsortes. Vörden sei eben ein bisschen Osnabrücker Land und ein bisschen Südoldenburg , so Calderone: „Hier laufen beide Teile des Wahlkreises exemplarisch zusammen.“ Diese Zusammensetzung habe er in den letzten vier Jahren nicht nur als Chance, sondern auch als Geschenk begriffen, da der Wahlkreis „eine wirklich gute Mischung aus Regionalität, Werteverbundenheit und Tradition, aus Aufbruch, Fortschritt und Weltoffenheit beinhaltet“.
Polizeipräsenz und medizinische Versorgung im ländlichen Raum

Besonders wichtig sind Calderone nach eigenen Aussagen eine solide Polizeipräsenz auch im ländlichen Raum sowie eine gute medizinische Versorgung. Vorrangig durch den Erhalt der Krankenhäuser in Ankum, Damme und Quakenbrück. Hierfür wolle er weiterhin eintreten. Selbiges gelte auch für den Erhalt der drei Gymnasien im Wahlkreis sowie eine generelle Stärkung der Schullandschaft. Regionale Wirtschaftskraft und Landwirtschaft, eine gute Infrastruktur und der Breitband-Ausbau waren weitere Themen, die der Landespolitiker in seiner Rede erwähnte.

Mit dem Appell, die politische Mitte in ihrer Bodenständigkeit und ihrem Wertekodex zu stärken, bat Calderone seine Parteikollegen schließlich um das Vertrauen für eine erneute Landtagskandidatur. Und er bekam es. „Ich freue mich sehr auf den Wahlkampf – und hoffentlich auf weitere fünf Jahre im Landtag“, schloss Calderone anschließend die Nominierungsversammlung.