Talentschmiede Niedersachsen: Die CDU sucht politische Nachwuchstalente

Die Einbindung junger interessierter Menschen in die CDU und ihre gezielte Förderung ist für die CDU von zentraler Bedeutung. Deshalb sucht die CDU im Landkreis Osnabrück in Zusammenarbeit mit der CDU Niedersachsen junge Talente, die sich engagiert in die CDU oder einer ihrer Vereinigungen einbringen möchten.

Dabei basiert das Talentschmiedeprogramm auf drei gleichberechtigten Säulen: einem Seminar-Programm, dem Mentoring-Programm sowie einem Praktika-Programm und läuft über einen Zeitraum von 18 Monaten.

Die CDU Osnabrück-Land erwartet dafür von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein gesellschaftliches Engagement und den Willen, etwas in der Gesellschaft bewegen zu wollen. Es muss der Wunsch bestehen, dieses Engagement in der CDU oder in einer ihrer Vereinigungen einbringen zu wollen.

Nach Worten des CDU-Kreisvorsitzenden Christian Calderone erhalten die Teilnehmer dabei einen sehr umfassenden Einblick in die Partei- und Kommunalpolitik und lernen dabei auch moderne Formen der Wahlkampfführung und –technik kennen.
„Junge Menschen sind sehr wohl bereit, ihre Freizeit zu investieren, um ein qualitativ hochwertiges Wohnumfeld in der eigenen Kommune zu schaffen“, so Christian Calderone weiter. Man merke richtig, wie die Talente der vergangenen Jahre darauf brennen, etwas zu verändern. „Einige von ihnen sind dabei im letzten Jahr auch in die Kommunalparlamente gewählt worden und können dort ihr erworbenes Fachwissen gut einsetzen.“

Interessenten, die an dem Programm teilnehmen möchten, können sich direkt bei der CDU in Niedersachsen, Wiltrud Kuchenbecker, Tel. 0511-27991-26, E-Mail: Talentschmiede@cdu-niedersachsen.de informieren.

Eine vorherige Kontaktaufnahme über die CDU Osnabrück-Land unter info@cdu-lkos.de oder per Telefon unter 05407/8575910 wäre in jedem Fall zu begrüßen.

Den Bewerbungsbogen finden die Interessenten auch unter:

http://cdunds.de/talentschmiede2017

Bewerbungsschluss ist der 21. April 2017.

CDU fordert mehr Polizeivollzugsbeamte – Spitzenkandidat Althusmann besichtigt Kommissariat Bramsche

NOZ

Bramsche. Einen einstündigen Besuch im Polizeikommissariat in Bramsche hat der CDU-Spitzenkandidat zur Landtagswahl im Januar 2018, Bernd Althusmann, dazu genutzt, seine Forderung nach einer spürbaren Aufstockung der Zahl der Polizeivollzugsbeamten in Niedersachsen zu erneuern.

Der frühere Kultusminister möchte deren Zahl im Falle eines Wahlsieges von aktuell „19000 plus etwas“ auf 22000 Kräfte im Jahr 2022 erhöhen. Ebenso müsse die Polizei eine zeitgemäße Sachausstattung erhalten, forderte Althusmann.
Unions-Ziel: Auf 22000 Kräfte im Jahr 2022 erhöhen

Der örtliche Landtagsabgeordnete der Union, Clemens Lammerskitten (Wallenhorst), hatte seinen Parteifreund in die Tuchmacherstadt Bramsche eingeladen, damit dieser sich vor Ort bei einem Rundgang ein Bild von der Arbeit im unlängst umgebauten und erweiterten Kommissariat machen könne. Rund 4,2 Mio. Euro waren hier von der öffentlichen Hand investiert worden. „Ich bin stolz auf dieses Gebäude und die Beamten, die hier ihren Dienst tun“ , stellte Lammerskitten am Ende des Besuches fest.

Begleitet hatten das Duo Althusmann/Lammerskitten auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Andre Berghegger (Melle), die Stadtratsmitglieder Imke Märkl und Andreas Quebbemann sowie der stellvertretende Bramscher Bürgermeister Gert Borcherding.
Lammerskitten: „Ich bin stolz auf dieses Gebäude“

Für die Polizeiführung erläuterten Michael Maßmann, Ann Oldiges und Burkhard Hömme den Arbeitsalltag im Kommissariat, das neben der Stadt Bramsche auch für den Altkreis Wittlage und die Gemeinde Wallenhorst zuständig ist. Ferner waren die Daten der neuen Kriminalitätsstatistik sowie die Arbeit in der Landesaufnahmebehörde (LAB) Hesepe Gesprächsthemen. Die Polizeivertreter rissen im Dialog mit dem 50-jährigen Althusmann aber auch Problemfelder wie Ausstattung/Digitalisierung, die Nachwuchsgewinnung, die Perspektiven für Mitarbeiter im Polizeidienst oder die zunehmende Komplexität der Aufgaben an.

Designierter Spitzenkandidat – Althusmann stellt sich beim CDU-Bezirksparteitag vor

NOZ

Georgsmarienhütte. Einen Schluss der unseligen Schulstrukturdebatten forderte der designierte CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2018, Bernd Althusmann. Viel wichtiger sei guter Unterricht durch gute Lehrer. Er sprach auf dem Parteitag des CDU-Bezirksverbands Osnabrück-Emsland im Kasinosaal Georgsmarienhütte.

Der frühere Landeskultusminister will insbesondere die mit nur 88 Prozent katastrophal schlechte Unterrichtsversorgung der Berufsbildenden Schulen beheben. Sie seien das „Stiefkind“ der jetzigen rot-grünen Landesregierung, dabei doch eminent wichtig für den Nachwuchs des „Rückgrats“ der niedersächsischen Wirtschaft, die familiengeführten mittelständischen Betriebe.
Landesparteitag am 26. November

Auf dem Landesparteitag am 26. November möchte Althusmann sich zum Herausforderer von Ministerpräsident Stephan weil und zugleich zum neuen Landesvorsitzenden der Partei küren lassen. Zu diesem Zweck tourt er derzeit durch die Bezirksverbände. Das ist nicht ganz unwichtig, weil der 49-Jährige nach dem Verlust des Landtagsmandats 2013 für drei Jahre von der niedersächsischen Bühne verschwunden war. In dieser Zeit leitete er von Namibia aus die Vertretung der Konrad-Adenauer-Stiftung auf dem afrikanischen Kontinent.
Wertschätzung für einen stabilen Staat

„Aus 11 000 Kilometer Entfernung auf die Heimat zu gucken lehrt einen Manches, zum Beispiel zwischen Wünschenswertem und Notwendigem zu unterscheiden“, sagte Althusmann. Die Wertschätzung für einen stabilen Staat mit funktionierenden Institutionen und sichere Lebensumstände wachse dann automatisch. Er werde als künftiger Ministerpräsident alles dafür tun, dass Niedersachsen beim Thema Innere Sicherheit wieder aus dem Keller herauskomme und durch Stärkung der Polizei einen vorderen Platz unter den Bundesländern einnehme. Weitere Themen, die er verstärkt auf die Agenda setzen werde, seien die Digitalisierung, ein Ende des Agrar-Mobbings, der Abbau von Bürokratie und die Stärkung des Windenergiestandorts durch leistungsfähige Stromdurchleitungen. „Wir werden auch unpopuläre Entscheidungen durchsetzen müssen“, kündigte der früher mit dem Spitznamen „Panzer“ belegte Reserveoffizier an. Und anders als die jetzige Landesregierung, die einer Verbannung der Verbrennungsmotoren bis 2030 zugestimmt habe, werde er einen klaren Kurs pro Volkswagen als wichtigstem und teils landeseigenem Industrieunternehmen fahren.
Mathias Middelberg bleibt Bezirksvorsitzender
Auf dem Bezirksparteitag wählten die Christdemokraten aus Stadt und Landkreis Osnabrück, aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim einen neuen Vorstand. Dabei gab es keine Überraschungen. 97 Prozent der Delegierten waren dafür, dass Mathias Middelberg Bezirksvorsitzender bleibt. Seine Stellvertreter sind wie bisher Christian Calderone (Quakenbrück) und Reinhold Hilbers (Wietmarschen). Daneben neu im Stellvertreter-Trio ist Franziska Runde (Dörpen), die Karin Schrand ablöst. Schatzmeister bleibt Günter Alsmeier (Bad Bentheim). Eine besondere Ehrung wurde Günter Schwank (Bad Bentheim) zuteil. Mit einer stehenden Ovation dankte die Versammlung dem 85-Jährigen, der seit 64 Jahren der Partei angehört und 18 Jahre im Bezirksvorstand wirkte. 2008 wurde der langjährige Schatzmeister zum Ehrenschatzmeister befördert. Middelberg lobte ihn als ein „Musterbeispiel eines Unternehmers in der Sozialen Marktwirtschaft“.
Kritik an Landesregierung

Zuvor hatte Middelberg in seinem Lagebericht kräftig gegen die derzeitige Landesregierung ausgeteilt, wobei er ihr besonders die Verweigerungshaltung im Bundesrat bei der Einstufung der Balkan- und nordafrikanischer Staaten als sichere Herkunftsländer ankreidete. Bei der Abschiebung ausreisepflichtiger Asylbewerber zähle Niedersachsen zu den Schlusslichtern, während es bei der Zahl der Wohnungseinbrüche weit vorne liege. „Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Wohnungseinbruchs zu werden, ist in Niedersachsen viermal höher als in Bayern“, hielt Middelberg fest, nicht ohne die Verantwortung dafür „Weil und Pistorius“ zuzuweisen.