HpH übernimmt Trägerschaft – Neuer Fünf-Gruppen-Kindergarten für Fürstenau

NOZ 04.05.2017
Fürstenau. Die Samtgemeinde Fürstenau investiert weiter in die Betreuung von Kindern. Zum August 2018 soll eine neue Fünf-Gruppen-Kindertagesstätte auf einem Grundstück an der Grundschule entstehen. Träger wird die Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück.
Um das Vorhaben möglichst zügig auf den Weg zu bringen, hatte die Verwaltung am Dienstagabend zu einer Sondersitzung des Rates eingeladen. Einziger Tagesordnungspunkt neben den üblichen Regularien: der Bau des Kindergartens. Da die Gruppen CDU/FDP und SPD/Grüne sowie die Verwaltung in den vergangenen Wochen das Thema intensiv und am Ende einvernehmlich beraten hatten, ging es in der Sondersitzung nun vor allem darum, das Projekt formell zu beschließen, was einstimmig geschah. Neben der Vergabe der Trägerschaft an die Heilpädagogische Hilfe (HpH) erhält die Verwaltung den Auftrag, nun einen Entwurf für die neue Kindertagesstätte zu erstellen. Überdies soll sie zusammen mit der Heilpädagogischen Hilfe Zwischenlösungen für die fast 40 Kinder erarbeiten, für die zum August 2017 noch kein Platz bereitsteht.
Verstärker Zuzug von Bürgern
Wie berichtet, ist die Nachfrage nach Kindergarten- und Krippenplätzen in der Samtgemeinde und besonders in der Stadt Fürstenau entgegen den Prognosen des Landkreises deutlich gestiegen. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen, wie Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken zu Beginn der Sondersitzung noch einmal deutlich machte. Zum einen habe es einen verstärkten Zuzug nach Fürstenau gegeben. Zum anderen seien die Geburtenzahlen wieder angestiegen. Weiterhin nähmen Eltern generell verstärkt die Betreuungsangebote wahr. Dieser Trend werde wahrscheinlich anhalten, vor allem dann, wenn die Kinderbetreuung in Niedersachsen künftig tatsächlich kostenfrei gestellt werde, so Benno Trütken.
Die wirtschaftlichste Lösung
Weiterhin bedankte sich der Samtgemeindebürgermeister noch einmal ausdrücklich bei allen, die an der Vorbereitung des Projektes beteiligt waren. Auch betonte er, dass alle drei Träger, die Konzepte für den Ausbau der Kinderbetreuung in der Stadt Fürstenau vorgelegt hätten – neben der Heilpädagogischen Hilfe waren das die katholische und evangelische Kirche –, mit ihren Vorschlägen überzeugt hätten. Am Ende sei es um Details und den damit verbunden größten Mehrwert gegangen.

Auf dieser Wiese in Nachbarschaft zur Grundschule und zum Schulreitsportzentrum soll die neue Kindertagesstätte mit insgesamt fünf Gruppen entstehen.

Auf dieser Wiese in Nachbarschaft zur Grundschule und zum Schulreitsportzentrum soll die neue Kindertagesstätte mit insgesamt fünf Gruppen entstehen.

Warum am Ende die Heilpädagogische Hilfe den Zuschlag erhielt, erläuterte anschließend Friedhelm Spree, Sprecher der Gruppe CDU/FDP. Nach längerer Diskussion sei die Entscheidung für die HpH gefallen, weil sie am Ende die sowohl wirtschaftlichste als auch pädagogisch weitreichendeste Lösung geboten habe. Um das Vorhaben umzusetzen, sei auch mit Blick auf eine langfristige Lösung nur der Neubau einer Kindertagesstätte infrage gekommen, der nun in der Nachbarschaft zur Grundschule und zum Schulreitsportzentrum auf einem Grundstück der Stadt entstehen solle.
Mit einer Sprachheilgruppe

Vorgesehen sind neben den klassischen Regelgruppen auch eine Integrationsgruppe sowie eine Sprachheilgruppe für acht Jungen und Mädchen. Weiterhin plant die HpH Praxisräume für die Frühförderung, sodass ein umfassendes pädagogisches Angebot unter einem Dach vereint ist. Insgesamt stehen dafür auf der Grundlage eines ersten Raumkonzeptes 842 Quadratmeter zur Verfügung. Da aber noch kein Bauplan vorliegt, lassen sich auch noch keine genauen Angaben zu den Kosten machen. Sie werden sich aber auf jeden Fall in Millionenhöhe bewegen.

Ebenso wie Friedhelm Spree betonte Helmut Tolsdorf, Sprecher der Gruppe SPD/Grüne, die gute Zusammenarbeit. Die Entscheidungsfindung sei ein angenehmer dialogorientierter Prozess gewesen. Dabei sei von Anfang an klar gewesen, dass nur eine große Lösung Sinn mache, um so langfristig den Familien Betreuungssicherheit bieten zu können.

„Wir haben ein rundum gutes Ergebnis erzielt“, betonte Helmut Tolsdorf. Friedhelm Spree wiederum sprach von einem „guten Tag für die Familien“.

Erfolgreiche Integrationsarbeit durch BMO-Otte

Anbauteile für Baumaschinen und für Geräte der Forst- und Landwirtschaft sind gefragt, auch international. Dieses erfuhr der Bundestagsabgeordnete Dr. André Berghegger, als er im Rahmen seiner Wahlkreistour das Unternehmen BMO-Otte in Fürstenau besuchte. Die Auftragslage ist gut, doch könnten auf Dauer Facharbeiter fehlen.
Die Gäste wurden vom Geschäftsführer Martin Otte empfangen. Der Unternehmensschwerpunkt ist die Produktion von Anbauteilen für Baumaschinen und Geräten der Forst- und Landwirtschaft.
Mit mehr als 35 Mitarbeitern fertigen wir am Produktionsstandort Fürstenau für unsere Kunden Anbauteile wie Schaufeln, Gabeln, Forken, Adapterrahmen, Lastenkörbe und Individualprodukte. „Unsere großen Stärken sind hohe Qualitätsansprüche gebündelt mit kurzen Lieferzeiten“, so Geschäftsführer Otte.
Das Unternehmen ist schon seit vielen Jahren aktiv, um den Facharbeitermangel vorzubeugen. Ein Beispiel hierfür ist, dass seit letztem Jahr sieben Asylbewerber einen Arbeitsplatz im Unternehmen gefunden haben. Berghegger dazu: „Ich bin beeindruckt, wie hier, zusammen mit den Verantwortlichen vor Ort, auf den Fachkräftebedarf reagiert und Asylbewerbern bzw. Flüchtlingen erfolgreich eine Chance gegeben wird.“

vl. Frank Heisig, Geschäftsführung, Bürgermeister Herbert Gans, Frederik Gohmann, Antigone Mally, Geschäftsführer Martin Otte, 3 vr. und MdB Dr. André Berghegger sowie die integrierten Mitarbeiter.

vl. Frank Heisig, Geschäftsführung, Bürgermeister Herbert Gans, Frederik Gohmann, Antigone Mally, Geschäftsführer Martin Otte, 3 vr. und MdB Dr. André Berghegger sowie die integrierten Mitarbeiter.

Unter den 35 Angestellten im Bereich der Produktion beschäftigt Otte bereits Mitarbeiter aus Rumänien. Seit Mai 2016 bis heute sind sieben Asylbewerber aus Syrien, dem Irak, dem Libanon und der Elfenbeinküste hinzugekommen. Die Kommunikation klappt gut – zur Not mit Händen und Füßen. „BMO-Otte ist ein Vorbildbetrieb für die Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt“, so Bürgermeister Herbert Gans und die Integrationsbeauftrage der Samtgemeinde Antigone Mally. MdB Dr. André Berghegger zeigte sich bei der Betriebsbesichtigung beeindruckt von der Vielfallt der individuellen Produkte und schnellen Entwicklung des Metallverarbeitenden Betriebes in Fürstenau.

Kohlessen und Wahkampfauftakt

Am Freitag, dem 17. Februar fand unser traditionelles Kohlessen im Festsaal Dederer in Fürstenau statt. Neben den 85 Gästen konnte Vorsitzender Friedhelm Spree auch MdB Dr. Andre‘ Berghegger, MdL Christian Calderone und den Präsidenten des Deutschen Forstwirtschaftsrates Georg Schirmbeck begrüßen.
Friedrich-Wilhelm Oldenhage wurde für sein herausragendes Wirken im politischen und gesellschaftlichen Bereich mit der CDU-Verdienstmedaille in Silber geehrt. Neuer Grünkohlkönig ist Wilhelm Röthker-Bruns. Das nächste Kohlessen findet am 16. Februar 2018 in Bippen statt.

Friedrich-Wilhelm Oldenhage wurde für sein herausragendes Wirken im politischen und gesellschaftlichen Bereich mit der CDU-Verdienstmedaille in Silber geehrt. v.l.: Herbert Gans, Andre' Berghegger, Georg Schirmbeck, Friedrich-Wilhelm Oldenhage, Christian Calderone, Friedhelm Spree

Friedrich-Wilhelm Oldenhage wurde für sein herausragendes Wirken im politischen und gesellschaftlichen Bereich mit der CDU-Verdienstmedaille in Silber geehrt.
v.l.: Herbert Gans, Andre‘ Berghegger, Georg Schirmbeck, Friedrich-Wilhelm Oldenhage, Christian Calderone, Friedhelm Spree

Neuer Kohlkönig ist Wilhelm II. Röthker-Bruns. Er löste Maria Buschermöhle ab. v.l.: Friedhelm Spree, Herbert Gans, Maria Buschermöhle, Wilhelm II., Dirk Imke, Hermann Korte, Andreas Behner

Neuer Kohlkönig ist Wilhelm II. Röthker-Bruns. Er löste Maria Buschermöhle ab.
v.l.: Friedhelm Spree, Herbert Gans, Maria Buschermöhle, Wilhelm II., Dirk Imke, Hermann Korte, Andreas Behner