Deutschland und die Europäische Union

Bersenbrück. Unter dem Titel „Deutschland und die Europäische Union – Standortbestimmung in turbulenten Zeiten“ lädt der CDU Stadtverband Bersenbrück-Gehrde zu einem Diskussionsabend ein. Der für das Osnabrücker Land zuständige Europaabgeordnete Jens Gieseke (CDU, Sögel) wird von seiner parlamentarischen Arbeit berichten und auf aktuelle Themen eingehen: Wie stehen die Verhandlungen zum Brexit? Hat der Diesel noch eine Zukunft? Muss Deutschland mehr Geld für die EU zahlen? Der Abend findet statt im Hotel Hilker am 01.03. um 19.00 Uhr statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Europaabgeordneter Jens Gieseke wird am 01.03 in Bersenbrück zu Gast sein.

 

Größer – Schneller – Effizienter

In Deutschland arbeitet nur noch rund ein Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Während ein Landwirt im Jahr 1900 im Durchschnitt Nahrungsmittel für etwa vier Personen erzeugte, sind es heute 145. Die Landwirtschaft hat sich wie jeder Bereich der Wirtschaft gewandelt und weiterentwickelt.
Davon überzeugten sich die Mitglieder des CDU Stadtverbandes Bersenbrück – Gehrde bei ihrem Besuch des Agravis Technik BvL Standortes in Bersenbrück – Ahausen. Guido Große-Berg begrüßte die Besuchergruppe und erläuterte, dass 16 Mitarbeiter am Standort tätig seien. Die Agravis Raiffeisen AG beschäftigt 6252 Mitarbeiter an über 400 Standorten und erzielt einen Umsatz von ca.6,2 Mrd.€.
Das Ersatzteillager am Standort umfasst über 120.000 Artikel. Jeder Filiale kann auf die Artikel anderer Standorte zugreifen. In der Hochsaison werden dringend benötigte Ersatzteile mit dem Taxi geliefert. Zeit ist Geld und die Maschinen dürften nicht stehen, erläutert Große-Berg. Von März bis Oktober gibt es einen Erntenotdienst, um Reparaturen so schnell wie möglich durchführen zu können. Die Werkstatt ist generell für alle Markentypen offen. Claas und Fendt bilden aber den Schwerpunkt.
Mario Vocke und Mathias Pooch leiten den Werkstattbereich. Ein Mähdrescher verfügt heute über Ferndiagnose. Wenn der Fahrer es zulässt, können die Mitarbeiter direkt auf die Maschine zugreifen und Optimierungen vornehmen. Dieses System dient aber auch zur Fehlerbehebung. Im Schadensfall kann der Kundentechniker sofort mit dem richtigen Ersatzteil die Maschinen reparieren. Viele Schlepper werden heute wieder aufgrund geänderter Gesetze und Verordnungen (Führerschein, gewerbliche Transporte, etc.) auf 40km/h gedrosselt, erfuhr die Besuchergruppe.

Beeindruckende Technik bestaunten die Mitglieder des CDU Stadtverbandes Bersenbrück – Gehrde beim Agravis Standort in Bersenbrück-Ahausen.

CDU beim DIL zu Besuch

Einen sehr interessanten Einblick in die Geschichte und dessen aktuelle Schwerpunkte erhielten die Mitglieder des CDU Stadtverbandes Bersenbrück-Gehrde bei ihrem Besuch des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück unter sachkundiger Führung von Wolfgang Becker. Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Quakenbrück und jetzige Ratsvorsitzende des Samtgemeinderates brachte den Gästen aus Bersenbrück die Entwicklung des DIL von der Idee bis zu einem Forschungsinstitut von europäischem Rang anhand aktueller Forschungsprojekte nahe.
Die Gründung des DIL im Jahr 1983 sollte der in der Region ansässigen Lebensmittelindustrie ein starkes Forschungsinstitut zur Seite stellen, daß diese bei der Entwicklung zukunftsfähiger Produkte und neuartiger effizienter und schonender Herstellverfahren unterstützt. Hatte sich das DIL früher überwiegend mit Zuschüssen finanziert, erzielt das Institut mit seinen mittlerweile 180 Mitarbeitern heute 95% seiner Einnahmen aus Drittmitteln.  Die Hälfte davon durch Forschungsaufträge seiner 165 Mitgliedsfirmen, zu denen viele weltweit agierende Konzerne aber auch mittelständische Unternehmen wie Kemper und Delkeskamp gehören.
Die vom jetzigen Leiter Dr. Volker Heinz ins Leben gerufene Zusammenarbeit mit den Universitäten Vechta und Osnabrück hat dabei die Basis der Forschungstätigkeit weiter verbreitert und die Innovationskraft des DIL weiter gestärkt.
Die einzelnen Schwerpunkte der angewandten Forschung konnten beim Rundgang durch die einzelnen Forschungsbereiche direkt in Augenschein genommen werden.
Da gab es Präzisionsmessgeräte zur genauen Dosierung der Zutaten für Tiefkühl-Pizzen, Hochleistungs-Kartoffelschälmaschinen, die bei einem großen regionalen Salathersteller eingesetzt werden und Maschinen zur elektrischen Bepulsung von frischen Obstsäften zur Verlängerung der Haltbarkeit, sowie ein Atommikroskop zur genauen Analyse der produzierten Nahrungsmittel.
Als Highlight für die Besucher gestaltete sich jedoch der Besuch im Schokoladenlabor, hier durften die süßen Forschungsobjekte bei der geschmacklichen Untersuchung mit Wonne verspeist werden.
Die zweistündige Führung durch den Forschungskomplex des DIL hat allen Besuchern bewusst gemacht, welch Juwel das DIL nicht nur für die Stadt Quakenbrück, sondern für unsere gesamte Region darstellt, zumal es mittlerweile auch der Kristallisationskeim für weitere florierende im Campus angesiedelte Firmen ist, die von der Innovationskraft des DIL profitieren.