CDU beim DIL zu Besuch

Einen sehr interessanten Einblick in die Geschichte und dessen aktuelle Schwerpunkte erhielten die Mitglieder des CDU Stadtverbandes Bersenbrück-Gehrde bei ihrem Besuch des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück unter sachkundiger Führung von Wolfgang Becker. Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Quakenbrück und jetzige Ratsvorsitzende des Samtgemeinderates brachte den Gästen aus Bersenbrück die Entwicklung des DIL von der Idee bis zu einem Forschungsinstitut von europäischem Rang anhand aktueller Forschungsprojekte nahe.
Die Gründung des DIL im Jahr 1983 sollte der in der Region ansässigen Lebensmittelindustrie ein starkes Forschungsinstitut zur Seite stellen, daß diese bei der Entwicklung zukunftsfähiger Produkte und neuartiger effizienter und schonender Herstellverfahren unterstützt. Hatte sich das DIL früher überwiegend mit Zuschüssen finanziert, erzielt das Institut mit seinen mittlerweile 180 Mitarbeitern heute 95% seiner Einnahmen aus Drittmitteln.  Die Hälfte davon durch Forschungsaufträge seiner 165 Mitgliedsfirmen, zu denen viele weltweit agierende Konzerne aber auch mittelständische Unternehmen wie Kemper und Delkeskamp gehören.
Die vom jetzigen Leiter Dr. Volker Heinz ins Leben gerufene Zusammenarbeit mit den Universitäten Vechta und Osnabrück hat dabei die Basis der Forschungstätigkeit weiter verbreitert und die Innovationskraft des DIL weiter gestärkt.
Die einzelnen Schwerpunkte der angewandten Forschung konnten beim Rundgang durch die einzelnen Forschungsbereiche direkt in Augenschein genommen werden.
Da gab es Präzisionsmessgeräte zur genauen Dosierung der Zutaten für Tiefkühl-Pizzen, Hochleistungs-Kartoffelschälmaschinen, die bei einem großen regionalen Salathersteller eingesetzt werden und Maschinen zur elektrischen Bepulsung von frischen Obstsäften zur Verlängerung der Haltbarkeit, sowie ein Atommikroskop zur genauen Analyse der produzierten Nahrungsmittel.
Als Highlight für die Besucher gestaltete sich jedoch der Besuch im Schokoladenlabor, hier durften die süßen Forschungsobjekte bei der geschmacklichen Untersuchung mit Wonne verspeist werden.
Die zweistündige Führung durch den Forschungskomplex des DIL hat allen Besuchern bewusst gemacht, welch Juwel das DIL nicht nur für die Stadt Quakenbrück, sondern für unsere gesamte Region darstellt, zumal es mittlerweile auch der Kristallisationskeim für weitere florierende im Campus angesiedelte Firmen ist, die von der Innovationskraft des DIL profitieren.

Zu Besuch beim Kulturhof Molke

Vielen in Bersenbrück ist nicht bekannt, dass sich in der ehemaligen Molkerei Hermeling in der Nähe des Bahnhofs der „Kulturhof Molke“ befindet. Auch die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bersenbrück wolle sich deshalb ein eigenes Bild von dieser Einrichtung machen, sagte Fraktions-Vorsitzender Gerd Uphoff.  Peter Becker informierte die Gäste über Struktur und Arbeit der Einrichtung. Der „Kulturhof Molke“ ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der alternativen Jugendkultur in und um Bersenbrück. Interessante und vielfältige Veranstaltungen werden angeboten, die Räumlichkeiten sind dafür gut geeignet und zahlreiche Projekte warten auf neugierige Menschen. Die Räumlichkeiten können auch gemietet werden. In der aktuellen Vereinssatzung werden die Arbeitsbereiche aufgeführt: Ausstellungen, musikalische Veranstaltungen, Filmvorträge, Lesungen, Kulturveranstaltungen im öffentlichen Raum, Entwicklung innovativer Projekte, internationale kulturelle Aktivitäten, kulturelle Mitgestaltung und Weiterentwicklung des nördlichen Landkreises sowie Inklusionsangebote. Angebote an Workshops, die für alle zugänglich sind, sind ab März 2017: jeden ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr Graffiti-/Sprayer Workshop, jeden zweiten Donnerstag im Monat um 19 Uhr Foto-Shooting Workshop und jeden dritten Donnerstag im Monat um 19 Uhr Trommel-Workshop. Außerdem gibt es Video-Abende (gemeinsam Tatort gucken, The Rocky Horror Picture Show, Themen-Abende).

Mitglieder der CDU Fraktion im Rat der Stadt Bersenbrück zu Besuch beim Kulturhof Molke.

Ohne Unterhaltung der Wasserläufe geht es nicht

Nutria und Bisam ein Problem
Der Mensch hat wie kein anderes Lebewesen zuvor die Natur verändert und eine Kulturlandschaft geschaffen. Im Altkreis Bersenbrück wird seit über 800 Jahre aktive Gewässerbewirtschaftung betrieben, um Lebensgrundlagen zu schaffen und zu erhalten.  Bei einem Besuch des CDU Stadtverbandes Bersenbrück-Gehrde erläuterte Dipl.-Ing Georg Lucks vom Unterhaltungsverband 97 den Besuchern die Struktur und die Arbeitsweise des Verbandes.
Seit 2014 hat der Unterhaltungsverband 97 sein neues Domizil im Bersenbrücker Westen. Georg Lucks als Geschäftsführer hält die Lage des Standortes für optimal, da er mitten im Verbandsgebiet liegt. Durch die großen Verkehrsachsen, B68 und B214, ist eine optimale Verkehrsanbindung an das gesamte Verbandsgebiet vorhanden.
Im Landkreis Osnabrück gibt es 5 Unterhaltungsverbände. Neben der Gewässerunterhaltung hat in den letzten Jahren die Gewässerentwicklung sowie der Arten- und Naturschutz einen größeren Stellenwert eingenommen. Aus der Vielzahl der realisierten Renaturierungsprojekte wurden zwei Maßnahmen, in Ankum und Nortrup, vorgestellt. Bei der Gewässerrenaturierung setzt der UHV 97 keine Verbandsmittel für diese Aufgabe ein, da dies nicht die originäre Aufgabe der Verbandsmitglieder ist. Hierfür werden ausschließlich Fördergelder unterschiedlichster Institutionen genutzt. Lediglich das Projektmanagement führt der UHV 97 mit eigenem Personal durch. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist der Verwaltungsaufwand exorbitant hoch, sobald EU-Fördergelder verwendet werden. Das hat zur Folge, dass nur bei sehr großen Maßnahmen EU-Fördergelder in Anspruch genommen werden. Das Verwaltungshandeln der mitwirkenden Landesbehörden sei einfach zu bürokratisch, erläutert Lucks. An die 80.000 ha umfasst das Verbandsgebiet. Der Verband kümmert sich um die Gräben der II Ordnung mit insgesamt 638 Kilometern Länge. Die 12 Mitarbeiter in der Gewässerunterhaltung werden regelmäßig geschult. Viele Fischarten mit unterschiedlichen Laichzeiten gilt es in den Verbandsgewässer mit den unterschiedlichsten Lebensraumansprüchen gilt es zu beachten. In der Setz- und Brutzeit werden keine Mäharbeiten durchgeführt, sofern dies mit dem Erfordernis des geregelten Wasserabflusses vereinbar ist.
Die stetige Vermehrung von Nutria und Bisam führen jährlich zu Schäden an Deichen und Ufern im sechsstelligen Bereich. Die Tiere graben ihre Gänge mehrere Meter tief in die Uferböschungen ein. In Niedersachsen unterliegen die Nutrias dem Jagdrecht und werden nicht konsequent bekämpft, obwohl diese Tiere auf der EU-Liste der invasiven und somit auszurottenden Tierarten stehen. In Holland hingegen setze man konsequent hauptberufliche Nutriajäger für die Bejagung der Tiere ein und ist damit erfolgreich. Hier sollte mit allen Betroffenen darüber diskutiert werden, welchen Weg in Niedersachsen zukünftig bei der Bekämpfung der Nutrias eingeschlagen werden soll.

Im neuen Gebäude mit modernen Maschinen ausgestattet erledigt der Unterhaltungsverband 97 seine Arbeit. Davon überzeugten sich Dr. André Berghegger (dritter von links) und Mitglieder des CDU Stadtverbandes Bersenbrück – Gehrde