Größer – Schneller – Effizienter

In Deutschland arbeitet nur noch rund ein Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Während ein Landwirt im Jahr 1900 im Durchschnitt Nahrungsmittel für etwa vier Personen erzeugte, sind es heute 145. Die Landwirtschaft hat sich wie jeder Bereich der Wirtschaft gewandelt und weiterentwickelt.
Davon überzeugten sich die Mitglieder des CDU Stadtverbandes Bersenbrück – Gehrde bei ihrem Besuch des Agravis Technik BvL Standortes in Bersenbrück – Ahausen. Guido Große-Berg begrüßte die Besuchergruppe und erläuterte, dass 16 Mitarbeiter am Standort tätig seien. Die Agravis Raiffeisen AG beschäftigt 6252 Mitarbeiter an über 400 Standorten und erzielt einen Umsatz von ca.6,2 Mrd.€.
Das Ersatzteillager am Standort umfasst über 120.000 Artikel. Jeder Filiale kann auf die Artikel anderer Standorte zugreifen. In der Hochsaison werden dringend benötigte Ersatzteile mit dem Taxi geliefert. Zeit ist Geld und die Maschinen dürften nicht stehen, erläutert Große-Berg. Von März bis Oktober gibt es einen Erntenotdienst, um Reparaturen so schnell wie möglich durchführen zu können. Die Werkstatt ist generell für alle Markentypen offen. Claas und Fendt bilden aber den Schwerpunkt.
Mario Vocke und Mathias Pooch leiten den Werkstattbereich. Ein Mähdrescher verfügt heute über Ferndiagnose. Wenn der Fahrer es zulässt, können die Mitarbeiter direkt auf die Maschine zugreifen und Optimierungen vornehmen. Dieses System dient aber auch zur Fehlerbehebung. Im Schadensfall kann der Kundentechniker sofort mit dem richtigen Ersatzteil die Maschinen reparieren. Viele Schlepper werden heute wieder aufgrund geänderter Gesetze und Verordnungen (Führerschein, gewerbliche Transporte, etc.) auf 40km/h gedrosselt, erfuhr die Besuchergruppe.

Beeindruckende Technik bestaunten die Mitglieder des CDU Stadtverbandes Bersenbrück – Gehrde beim Agravis Standort in Bersenbrück-Ahausen.

CDU beim DIL zu Besuch

Einen sehr interessanten Einblick in die Geschichte und dessen aktuelle Schwerpunkte erhielten die Mitglieder des CDU Stadtverbandes Bersenbrück-Gehrde bei ihrem Besuch des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück unter sachkundiger Führung von Wolfgang Becker. Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Quakenbrück und jetzige Ratsvorsitzende des Samtgemeinderates brachte den Gästen aus Bersenbrück die Entwicklung des DIL von der Idee bis zu einem Forschungsinstitut von europäischem Rang anhand aktueller Forschungsprojekte nahe.
Die Gründung des DIL im Jahr 1983 sollte der in der Region ansässigen Lebensmittelindustrie ein starkes Forschungsinstitut zur Seite stellen, daß diese bei der Entwicklung zukunftsfähiger Produkte und neuartiger effizienter und schonender Herstellverfahren unterstützt. Hatte sich das DIL früher überwiegend mit Zuschüssen finanziert, erzielt das Institut mit seinen mittlerweile 180 Mitarbeitern heute 95% seiner Einnahmen aus Drittmitteln.  Die Hälfte davon durch Forschungsaufträge seiner 165 Mitgliedsfirmen, zu denen viele weltweit agierende Konzerne aber auch mittelständische Unternehmen wie Kemper und Delkeskamp gehören.
Die vom jetzigen Leiter Dr. Volker Heinz ins Leben gerufene Zusammenarbeit mit den Universitäten Vechta und Osnabrück hat dabei die Basis der Forschungstätigkeit weiter verbreitert und die Innovationskraft des DIL weiter gestärkt.
Die einzelnen Schwerpunkte der angewandten Forschung konnten beim Rundgang durch die einzelnen Forschungsbereiche direkt in Augenschein genommen werden.
Da gab es Präzisionsmessgeräte zur genauen Dosierung der Zutaten für Tiefkühl-Pizzen, Hochleistungs-Kartoffelschälmaschinen, die bei einem großen regionalen Salathersteller eingesetzt werden und Maschinen zur elektrischen Bepulsung von frischen Obstsäften zur Verlängerung der Haltbarkeit, sowie ein Atommikroskop zur genauen Analyse der produzierten Nahrungsmittel.
Als Highlight für die Besucher gestaltete sich jedoch der Besuch im Schokoladenlabor, hier durften die süßen Forschungsobjekte bei der geschmacklichen Untersuchung mit Wonne verspeist werden.
Die zweistündige Führung durch den Forschungskomplex des DIL hat allen Besuchern bewusst gemacht, welch Juwel das DIL nicht nur für die Stadt Quakenbrück, sondern für unsere gesamte Region darstellt, zumal es mittlerweile auch der Kristallisationskeim für weitere florierende im Campus angesiedelte Firmen ist, die von der Innovationskraft des DIL profitieren.

Zu Besuch beim Kulturhof Molke

Vielen in Bersenbrück ist nicht bekannt, dass sich in der ehemaligen Molkerei Hermeling in der Nähe des Bahnhofs der „Kulturhof Molke“ befindet. Auch die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bersenbrück wolle sich deshalb ein eigenes Bild von dieser Einrichtung machen, sagte Fraktions-Vorsitzender Gerd Uphoff.  Peter Becker informierte die Gäste über Struktur und Arbeit der Einrichtung. Der „Kulturhof Molke“ ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der alternativen Jugendkultur in und um Bersenbrück. Interessante und vielfältige Veranstaltungen werden angeboten, die Räumlichkeiten sind dafür gut geeignet und zahlreiche Projekte warten auf neugierige Menschen. Die Räumlichkeiten können auch gemietet werden. In der aktuellen Vereinssatzung werden die Arbeitsbereiche aufgeführt: Ausstellungen, musikalische Veranstaltungen, Filmvorträge, Lesungen, Kulturveranstaltungen im öffentlichen Raum, Entwicklung innovativer Projekte, internationale kulturelle Aktivitäten, kulturelle Mitgestaltung und Weiterentwicklung des nördlichen Landkreises sowie Inklusionsangebote. Angebote an Workshops, die für alle zugänglich sind, sind ab März 2017: jeden ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr Graffiti-/Sprayer Workshop, jeden zweiten Donnerstag im Monat um 19 Uhr Foto-Shooting Workshop und jeden dritten Donnerstag im Monat um 19 Uhr Trommel-Workshop. Außerdem gibt es Video-Abende (gemeinsam Tatort gucken, The Rocky Horror Picture Show, Themen-Abende).

Mitglieder der CDU Fraktion im Rat der Stadt Bersenbrück zu Besuch beim Kulturhof Molke.